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Potenzwahl

 
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hakuna_matata



Anmeldedatum: 31.07.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 15:34    Titel: Potenzwahl Antworten mit Zitat

Hallo Ursula, hallo Ihr alle

ich lese gerade das Buch von Gerhard Borschel, der wohl die besten Erfahrungen mit Hochpotenzen gemacht hat (C1000 bzw.CM-Potenzen). Welche Erfahrungen hast Du/Ihr gemacht??? Er beschreibt , dass man mit höheren Potenzen einfach die beste Wirkung erzielt, vorausgesetzt das Mittel ist richtig. Mich würden da mal Eure Erfahrung interessieren.

Liebe Grüße
Beate
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veiser
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Beiträge: 1145

BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 18:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Beate,

beste, gute oder schlechte Erfahrungen....das kann man so doch gar nicht sagen. Man weiß ja eigentlich nie, ob das Mittel wirklich passend gewählt ist. Und nur wenn man das wüßte und die Gegenprobe mit einer anderen Potenz machen könnte, könnte man vielleicht so eine Aussage treffen.

Bei Prüfungen wird mit einer C30 angefangen. Warum sollte man das bei der Behandlung nicht auch tun?
Die Kraft der ARznei nimmt mit Potenzhöhe zu und die Individualität der Symptomatik ebenso. Bei Alten, Schwerkranken ist es gefährlich eine M zu nehmen, die kann die Lebenskraft überfordern.

Beginnt man mit der C30, kann man ggbfs über die C200 bis zur M gehen. Für die Behandlung der Tiere habe ich das bisher als ausreichend empfunden. Oft ist die Steigerung der Potenz gar nicht mehr nötig.

Gruß
Ursula
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Monica K.



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Beiträge: 180
Wohnort: Emmental, die «Schweizer Toscana»

BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Beate

Wahrscheinlich gibts so viele Meinungen wie es Homöopathen gibt Smile ! Und das empfinde ich deshalb oft als etwas vom Schwierigsten beim Erlernen der Homöopathie. Je nachdem, bei wem man die Ausbildung macht oder von welchem Autor das Buch stammt, das man gerade liest. Christiane Krüger, eine Tierärztin und Tier-Homöopathin aus Deutschland, vielleicht kennst du sie, sagt dasselbe wie Borschel. Auch sie arbeitet vorwiegend mit Höchstpotenzen. Ich meinerseits habe – seit ich mich intensiv mit der Homöopathie befasse – schon «Bammel», wenn ich eine C 200 verabreiche Confused ! Da muss wohl jede/r selber rausfinden, was für sie/ihn stimmig ist Rolling Eyes . Leider!

Liebe Grüsse
Monica
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hakuna_matata



Anmeldedatum: 31.07.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 11.12.2006, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr zwei,

danke für Eure Antworten. Es ist wirklich so, je mehr man liest, desto verwirrter wird man.

Liebe Grüße

Beate
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Zerrin Rusert



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Beiträge: 3
Wohnort: Schalksmühle

BeitragVerfasst am: 03.01.2007, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mit der Potenzwahl scheiden sich die Geister.
Wenn man sich das Organon durchliest, die 6. Auflage, dann stellt man die trockenen Gaben sowieso erstmal in Frage.
Ich habe zuerst mit den LM- Potenzen gearbeitet, da sie sanfter wirken sollen und man sich nicht auf einen längere Wartezeit einstellen muss, wie bei einer C 200 zum Beispiel, wo man nach einer Gabe erstmal schön abwarten soll.
Dies verunsichert auch den Tierhalter, denn der meint, man täte nichts.
Ich habe die LM-Potenzen alles andere als sanft erlebt und die Heilungszeit war auch nicht kürzer wie gedacht. Aber das war zu meinen Anfängen und wahrscheinlich scheiterte es an meiner Unerfahrenheit.
Als homöopathischer Behandler stellt man sich eh selbst oft in Frage, ob man nicht irgendwo den Blick in eine verkehrte Richtung hat.
Habe aber auch Erfolge mit den LM-Potenzen gehabt.

Bin dann aber doch wieder auf die trockenen Gaben nach der Kent Skala gegangen und ich muss sagen, es kam oft zu einer Verschlimmerung, für das Tier ertragbar, aber nicht für den TH ( gerade wenn es sich um die Haut handelte). Hier hieß es dann 1 Gabe und abwarten, manchmal eine never-ending-story.
Manche TH rannten trotz Aufklärung bei einer Verschlimmerung zum Tierarzt, Cortison, klasse. Alles hin.
Aber auch hier hatte ich schöne Erfolge.

Nun habe ich mich wieder mehr mit dem Organon beschäftigt und dem neuen Buch von Luc de Schepper und bin wieder auf die flüssige Verabreichnung gegangen, denn eine schlimme Verschlimmerung auf eine C 200 bei einem Pferd nach der 2 Gabe, hat mir Angst gemacht.
Dieses Pferd wurde leider vor der Behandlung mit allmöglichen Homöopathika vollgestopft und bekam zusätzlich Borrelien-Nosode C 200 täglich, seit zwei Jahren. Ich denke, das war der Hintergrund, aber trotzdem, das möchte ich nicht mehr erleben, unnötig eine Verschlimmerung zu erzeugen, wie es Kent und Vithoulkas am Anfang einer Behandlung wünschen.
Hahnemann sagt in der 6. Auflage, das gerade bei der Behandlung von chronischen Krankheiten sich am Anfang keine Verschlimmerung zeigen darf!!

Allso, es ist wie verhext, man liest und liest, man versucht sein Bestes und hinter hat man das Gefühl, man weiß gar nichts mehr.
Ich vertraue der Homöopathie, aber um sie zu beherrschen ist sehr viel Erfahrung von Nöten, denn man weiß auch, was man mit einer falschen Arzneiwahl alles anrichten kann.

Da soll mir einer sagen, das wäre alles Placebo- Effekt.

Eigentlich sollte man es so machen, wie der Meister es in seiner 6. Auflage dokumentiert hat, denn auch er stand sich immer wieder vor heftigen Verschlimmerung hingestellt, die er der Lebenskraft nicht zumuten konnte und beschäftigte sich mit der flüssigen Gabe und änderte sein Organon.

Aber jeder findet im Laufe der Jahre seinen eigenen Weg mit den Potenzen, als erstes gilt immer noch die ganzheitliche Betrachtungsweise, klassisch eben. Ein Mittel, welches am Ähnlichsten zu dem Individuum ist, welches uns aufsucht.
Und manchmal muss man auch sich hinterfragen, ob man was übersehen hat.

Nur wer sich mit der klassischen Homöopathie auseinandersetzt wird merken, wie schwer es ist diese Methode zu lernen. Die vielen anderen homöopathischen Richtungen momentan machen es dem Anfänger auch nicht leichter.

Ich war mal bei einer TH, die einige Bücher über Homöopathie im Schrank stehen hatte, die üblichen eben für den Laien, die mir dann sagte, als ich sie auf ihre Bücher ansprach:" Ich kann bald meinen Doctor in Homöopathie machen." Confused

Ich dachte nur, wenn sie wüsste, was sie alles nicht weiß!!

Oh man, jetzt habe ich wieder eine Litanei geschrieben und Euch hoffentlich nicht gelangweilt,
aber die Sache mit den Potenzen, die richtige Wahl der Potenzen wird sich nie bestätigen lassen, ausser man hat einen Klon.

Viele Grüße
Zerrin Rusert
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veiser
Site Admin


Anmeldedatum: 26.05.2006
Beiträge: 1145

BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zerrin,

jetzt hatte ich so ausführlich geantwortet und alles ist weg Evil or Very Mad Also auf ein Neues:

Potenz und trockene/gelöste Gabe sind zwei Paar Schuhe, die nicht durcheinander geschmissen werden sollten. Trocken oder aufgelöst kann die Informationsübermittlung (schnell oder langsam oder mit Verlusten) beeinflussen, nicht aber die Information als solche oder den Nachdruck der Information. Daran ändert sich ja nichts.

Wir lösen mit der Arznei eine Kunstkrankheit aus, die - um die natürliche Krankheit heilen zu können - stärker sein muss als die natürliche Krankheit. Sonst funktioniert Heilung nicht. Die Symptome der heilenden Kunstkrankheit sind intensiver als die der natürlichen Krankheit und überlagern diese. Wir sehen das als Verstärkung der ursprünglichen Symptome, als Verschlimmerung. Ist es aber in Wirklichkeit nicht. Wir sehen die stärkeren Symptome der Kunstkrankheit. Die natürliche Krankheit hat sich überhaupt nicht verändert.

Die Unterscheidung chronisch-akut ist mehr als zweifelhaft. Manche Homöopathien verneinen akute Krankheit, sie sagen, dass es sich lediglich um akute Ausbrücbe einer chronischen Krankheit handelt. Das finden wir auch schon bei Hahnemann.

Davon mal ganz abgesehen: Stellen wir uns einen hoch akut Erkrankten vor: Fieber 40 Grad - wie sollte das noch übertroffen werden? Koma - kann das Koma noch komatöser werden? Kann der Schmerz, der das Bewußtsein raubt, noch stärker werden? Nein, geht nicht. In solchen Fällen ist die Grenze schon erreicht. Eine Erstverschlimmerung werden wir nicht beobachten. Die Mittelwirkung erkennen wir an der sofortigen Entlastung lebensbedrohlicher Symptome, nicht an der sog. Erstverschlimmerung

Je weniger dramatisch eine Symptomatik ist, um so stärker kann eine vermeintliche Intensivierung der Symptome ins Gewicht fallen. Das ist nur logisch. Eine sofortige Entlastung der Symptomatik haben wir hier kaum- dafür sehen wir die Erstverschlimmerung (so die Kunstkrankheit viel stärker ist als die natürliche) viel deutlicher.

Die Erstverschlimmerung ist ein sicheres Zeichen für die treffende Mittelwahl. Sie kann sehr belastend sein. Aber wie sehr wir uns auch bemühen, wir können sie kaum gezielt gering halten. Das ist eigentlich mehr Zufall Smile

Viele Grüße
Ursula
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veiser
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Anmeldedatum: 26.05.2006
Beiträge: 1145

BeitragVerfasst am: 02.08.2007, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein Auszug aus dem Buch von Luc de Schepper (Vorwort und 5.Kapitel), wo es um die Potenzwahl und die C und Q-Potenzen geht.

http://www.irl.de/fileadmin/oscmedia/87044.pdf
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Christie



Anmeldedatum: 04.09.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 04.08.2008, 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Jaja, das leidige Thema der Potenz Laughing

Bei Tieren habe ich selten eine so ausgeprägte Erstverschlimmerung gesehen, wie es die beim Menschen gibt.
Leider ist es ja häufig so, dass die Tierhalter selber "irgendwelche" Mittel verabreichen und das kann ja recht hübsch in die Hose gehen...

Ich arbeite je nach Fall, nach Mittel und vorallem nach Zustand des Tieres entweder mit D6, D12, C30, C200, C1000 und sehr gerne mit LM Potenzen.
Gerade bei chronischen Erkrankungen habe ich sehr gute Erfahrungen mit täglichen Gaben von LM Potenzen. Natürlich nicht generell sondern immer nach Fall und vorallem nach Mittel.
Blümchen wirken da ja deutlich anders als Metalle oder Mineralien.

Da findet sicher jeder seinen eigenen Weg, und viel kann man mit der Zeit lernen.
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