Zum Thema Impfungen gehen die Meinungen von Schulmedizinern und Homöopathen weit auseinander. Während Impfungen in der Schulmedizin die Maßnahme zur Krankheitsverhütung sind, sind sie für den Homöopathen die Ursache für schwerwiegende gesundheitliche Störungen. 

Um zu verstehen, was bei einer Impfung vor sich geht, kommt man nicht umhin, sich mit den allgemeinen Abläufen bei Infektionskrankheiten und den bei den einzelnen Tierarten relevanten Infektionskrankheiten zu beschäftigen. Die Ansteckungswege, die Risiken einer Erkrankung, die Behandlungsmöglichkeiten und die schon aus schulmedizinischer Sicht bestehenden Risiken und Einschränkungen sind erste Entscheidungshilfen für oder gegen eine Impfung. Leider werden Tierbesitzer über die durchaus auch aus schulmedizinischer Sicht bestehenden Risiken und Nebenwirkung in aller Regel nicht aufgeklärt. Eine individuelle Beratung vermisst man, der Nutzen der Impfung wird unrealistisch hoch angesetzt. 



infektion und impfung

Geimpft wird gegen Infektionskrankheiten, d.h. mehr oder weniger ansteckende Erkrankungen, die meist durch Viren aber auch Bakterien oder Einzeller hervorgerufen werden. Während Bakterien und Einzeller durch Antibiotika und/oder Sulfonamide abgetötet bzw. in der Vermehrung behindert werden können, gibt es diese Möglichkeit bei Virusinfektionen nicht.  Hier bleibt nur die Möglichkeit, die auftretenden Symptome durch entsprechende Medikamente zu unterdrücken. Eine ursächliche Behandlung im schulmedizinischen Sinne gibt es nicht.

Die Infektion erfolgt durch Eindringen von krankmachenden Erregern meistens über die Schleimhäute der Atemwege  oder des Verdauungstraktes. Bei einigen Krankheiten erfolgt sie durch Biss, d.h. Einbringen erregerhaltigen Speichels in eine Wunde. Bei manchen Erregern ist direkter Kontakt zur Übertragung nötig, bei anderen reicht die Benutzung des gleichen Futtergeschirrs oder der gleichen Decke zur Übertragung aus.

Nicht jede Infektion führt zu eine Erkrankung. Lokale Abwehrmaßnahmen an der Eintrittsstelle können bei gut arbeitendem Immunsystem den Erreger vernichten und damit die Erkrankung verhindern. Gelingt dies nicht, kommt es an der Eintrittsstelle zur Vermehrung des Erregers. Einige Zeit später (der genaue Zeitpunkt hängt vom Erreger ab) wird der Erreger bei den meisten Erkrankungen über die Blutbahn im gesamten Körper verbreitet. Typische Begleiterscheinungen sind Krankheitsgefühl, danach Appetitlosigkeit und Fieber. In dem Moment, in dem der Erreger gezielt bestimmte Organe oder Organsysteme angreift, kommt es zu den spezifischen Krankheitserscheinungen der betreffenden  Infektionskrankheit. Um mit dem Erreger fertig zu werden, beginnt der Körper bei erfolgter Ansteckung mit der Bildung von Antikörpern, die ganz speziell gegen den individuellen Erreger wirken. Es handelt es sich bei den Antikörpern um Eiweißstoffe, die den Erreger vernichten können. Die Bildung der Antikörper muss allerdings erst anlaufen, das dauert einige Zeit. Sie erreicht nach etwa 2 Wochen (bei manchen Erkrankungen auch wesentlich später) ihren Höhepunkt. Im günstigsten Fall wird der Erreger vollständig unschädlich gemacht und die Krankheitserscheinungen bessern sich und verschwinden schließlich ganz.

Die Zeitspanne von der Infektion bis zu den ersten Krankheitserscheinungen bezeichnet man als Inkubationszeit. Sie ist je nach Erreger unterschiedlich lang. 

Nicht immer gelingt es dem Organismus mit Hilfe der Antikörper, den Erreger vollständig auszurotten. Je nach Erreger sind verschiedene Varianten möglich: Manche Erreger verbleiben im Blut, manche ziehen sich in die Zellen zurück, entziehen sich damit den Antikörpern im Blut und warten auf einen erneuten Auftritt. Dabei können  -müssen aber nicht- Krankheitserscheinungen auftreten. Eine Ansteckung anderer Tiere ist dann aber möglich. Solche chronischen oder latenten Infektionen können bei Belastung durch Stress oder Cortisonbehandlung jederzeit wieder aufflackern.

Nach überstandener Infektion bestehen die Antikörper noch eine Zeit lang fort. Während dieser Zeit ist der Organismus immun gegen den betreffenden Erreger. Sollte er nochmals eindringen, müssen die Antikörper nicht erst langwierig gebildet werden, sie sind schon da und können sofort zuschlagen. Der Erreger hat keine Chance sich zu vermehren und Krankheitserscheinungen auszulösen. Die Immunität hält nach einer natürlichen Infektion unterschiedlich lange an: sie kann Monate währen oder lebenslänglich anhalten.

Eine Infektion kann - wie schon gesagt - klinisch auffällig d.h. mit Krankheitssymptomen verlaufen, die Krankheitssymptome können aber im Einzelfall auch fehlen. Das hängt ganz entscheidend vom Immunsystem ab, von der Empfänglichkeit des Tieres und den krankmachenden Eigenschaften des Erregers. Von den meisten Erreger gibt es verschiedene Stämme oder auch nur leicht abgewandelte Formen, die sich ihren krankmachenden Eigenschaften unterscheiden.

Trotz fehlender Krankheitszeichen kann ein Tiere infiziert sein und den Erreger ausscheiden und dadurch andere anstecken.

Um durch eine Blutuntersuchung direkt nachgewiesen werden zu können, muss der Erreger im Blut vorkommen. Und das ist in der Regel nur in einer bestimmten Phase zu Beginn der Erkrankung bzw. bei einer chronischen Erkrankung zu Anfang des akuten Schubes der Fall. Bei manchen Erkrankungen ist es nie der Fall. Dann muss das Gewebe des Organs untersucht werden, das der Erreger vorrangig befällt. Und das ist meist nur am toten Tier möglich. Ein direkter Erregernachweis ist zwar eindeutig, aber dadurch eben in manchen Fällen zu Lebzeiten nicht möglich. Der indirekte Nachweis der Erkrankung ist meistens (aber nicht immer) über den Nachweis der entsprechenden Antikörper möglich. Eine Unterscheidung zwischen Antikörpern, die sich als Folge einer natürlichen Infektion gebildet haben, und solchen, die infolge einer Impfung im Blut vorliegen, ist nicht ohne weiteres möglich.

Bei einer Impfung geschieht im Prinzip das gleiche wie bei einer Infektion: der Körper reagiert auf den Erreger und bildet im günstigsten Fall Antikörper, wodurch er für einen bestimmten Zeitraum in unterschiedlichem Ausmaß unempfindlich gegen eine Infektion mit diesem Erreger ist. Um die Antikörperbildung (ohne das Risiko der u.U. schwerwiegenden Infektionskrankheit) auszulösen, verwendet man abgeschwächte (=attenuierte) lebende Erreger, abgetötete Erreger oder Erregerproteine, die man bei der Impfung in den Körper einbringt. Und zwar in der Regel nicht auf dem für die meisten Erreger normalen Infektionsweg über die Schleimhäute , sondern durch Injektion (Spritzen) in die Muskulatur (Pferd) oder unter die Haut (Kleintiere). Der Körper reagiert wie bei einer natürlichen Infektion mit der Bildung von Antikörpern. Erst wenn diese in ausreichendem Maße erfolgt ist, besteht ein belastbarer Impfschutz. Das dauert bei abgetöteten Impfstoffen länger und erfordert in der Regel eine mindestens zweimalige Impfung. Durch Wiederholung der Impfung nach 4-6 Wochen (sog. Grundimmunisierung) wird die Antikörperbildung zusätzlich angeregt. Die Wiederholungsimpfung (Boosterung) dient der Auffrischung der Antikörperbildung. Sie wird bei Totimpfstoffen früher nötig als bei Lebendimpfstoffen.

Nebenwirkungen können alle Arten der Impfung auslösen. Lebendimpfstoffe zur Injektion finden heute nur noch in wenigen Fällen Verwendung, da ihre Anwendung mit relativ große Risiken verbunden sind. Vor allem die Tumorentstehung an der Impfstelle und die Auslösung von Aborten sind hier zu nennen. Außerdem können derartig geimpfte Tiere den Erreger bis zur vollständigen Unschädlichmachung durch die Antikörper ausscheiden und andere anstecken oder auch selbst an der Krankheit, gegen die geimpft wurde, erkranken. Letzteres kann auch bei Anwendung der Nasentropfen-Impfstoffe, bei denen es sich ebenfalls um Lebendimpfstoffe handelt, passieren. Aber auch die abgetöten Erreger können mehr oder weniger starke unspezifische Krankheitssymptome auslösen. Abszesse, Allergien, Aborte, Aktivierung schlummernder Erkrankungen, Autoimmunreaktionen können auftreten. Allergiker sollten in jedem Fall nur mit abgetöteten Impfstoffen und auch dann nur sehr zurückhaltend geimpft werden. Die Impfstoffe enthalten zahlreiche Begleitstoffe, die allergische Reaktionen auslösen können.

Eine Impfung soll vor der Infektion und/oder der Krankheit schützen. Im ersten Fall erstreckt sich der Schutz auf die Eintrittspforte und damit die Vermehrung des Erregers (durch Impfstoffe, die lokal auf die Schleimhäute der Atemwege oder des Verdauungskanals aufgebracht werden), im zweiten Fall wird die Ausbreitung des Erregers im Körper und der Organbefall mit den typischen Krankheitserscheinungen verhindert (durch Impfstoffe, die injiziert werden). Nasentropfen-Impfstoffe z.B. wirken lokal auf die Schleimhäute der Atemwege. Sie können die Ausbreitung des Erregers und die Erkrankung aber nicht immer verhindern. Die injizierten Impfstoffe können zwar im günstigsten Fall die Krankheit, nicht aber die Infektion verhindern.

Eine Impfung kann nur schützen, wenn ausreichend Antikörper gebildet werden.Und das ist nicht der Fall

Zur Impfung von Welpen noch einige Anmerkungen: Die Antikörper des Kolostrums (erste Milch nach der Geburt) schützen je nach Erreger bis zur 6.-14. Lebenswoche. Impft man zu früh, d.h. solange noch mütterliche Antikörper im Blut vorliegen, baut sich kein Impfschutz aus. 

Auch wenn man Welpen entsprechend den Empfehlungen der Impfstoffhersteller impft, besteht für jeden Erreger eine gewisse Zeitspanne, in der die mütterlichen Antikörper nicht mehr wirken, der Impfschutz aber noch nicht ausgebildet ist. Das ist eine kritische Zeitspanne, die man nur durch Beachtung hygienischer Vorsichtsmaßnahmen und optimale Haltungsbedingungen überbrücken kann. Gerade in der Zeit des Absetzens ist das Immunsystem geschwächt und die Tiere sind besonders anfällig. Die Gefahr, in eine (noch unbemerkten) Infektion zu impfen, ist relativ hoch. Antikörperbestimmungen zur Planung des optimalen Impfzeitpunktes sind möglich und wären optimal zur Bestimmung des passenden Impfzeitpunktes.

Um einen optimalen Impfschutz aufzubauen, ist es sinnvoll, immer nur gegen einen Erreger auf ein Mal zu impfen. Mehrfachimpfungen sind zwar zeit- und kostensparend, überfordern das Immunsystem aber. Das Immunsystem muss immerhin gleichzeitig  auf verschiedene  Krankheitserreger mit Antikörperbildung reagieren. Dass das Ausmaß der Antikörperbildung dabei im Einzelfall nicht  unbedingt optimal ausfällt, ist verständlich.

Der indirekte Nachweis einer Erkrankung, aber auch die Effektivität einer Impfung bzw. der bestehende Impfschutz kann durch den Nachweis der Antikörper erfolgen. Ist das Tier akut erkrankt, hat es die Erkrankung durchgemacht oder wurde es erfolgreich geimpft, sind die Antikörper im Blut erhöht. Durch ein entsprechendes Verfahren lässt sich bei einigen Erkrankungen differenzieren, ob die Antikörperbildung durch eine durchgemachte Infektion oder durch eine Impfung zustande kam.

KEINE Impfung bietet einen absoluten Schutz. Selbst im günstigsten Fall bildet sich bei einwandfreier Impfung  nur ein 95% iger Schutz aus, in weniger günstigen Fällen bauen nur 65 % der Impflinge einen belastbaren Impfschutz auf. Je nach Impfung (bzw. Erreger) ist das Ergebnis sogar noch schlechter.

Vor einer Impfung sollte man sich über die Erkrankung(en), gegen die geimpft werden soll, informieren und prüfen, welche im Einzelfall überhaupt nötig sein könnte, da

Das Alter des Tieres, Haltungsform, Gefährlichkeit der Erkrankung, Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung und nicht zuletzt auch etwaige Behandlungsmöglichkeiten im Krankheitsfall sollten also berücksichtigt werden. Sortiert man auf diese Art und Weise aus, kann man die Impfbelastung schon erheblich reduzieren:

So ist es unsinnig, ein altes Tier gegen eine Erkrankung zu impfen, die vorrangig Jungtiere befällt (z.B. Katzenschnupfen). Oder gegen eine relativ harmlose Erkrankung zu impfen, die in aller Regel gut zu therapieren ist (z.B. Zwingerhusten bei Hunden). Fälle also, in denen Risiko und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stehen.

Von einigen Erregern sind mehrere krankheitsauslösende Stämme bekannt. Kein Impfstoff deckt jeweils alle bekannten Stämme ab. Manche Erreger verändern sich von Jahr zu Jahr. Der Impfstoff des Vorjahres kann gegen den veränderten Erreger der kommenden Saison keinen Schutz bieten. Diese Zusammenhänge sind für die Grippeimpfung beim Menschen ebenso relevant wie für die Influenza-Impfung beim Pferd oder die Katzenschnupfen-Impfung (FHV-1).

Man muss sich darüber im klaren sein, dass keine Impfung absoluten Schutz gegen die betreffende Erkrankung bietet. Und keine Impfung ist frei von Nebenwirkungen. Manche Impfreaktionen treten sofort auf, andere Jahre später, ohne dass noch ein Zusammenhang zur Impfung hergestellt wird.

Leider ist die Aufklärung über Impffolgen eher spärlich, was sich wohl darauf zurückführen lässt, dass weder Pharmahersteller noch Tierärzte ein besonderes Interesse an der Veröffentlichung entsprechender Studien haben. Immerhin sichern die jährlich durchgeführten Impfungen den regelmäßigen Tierarztbesuch und stellen eine sichere Einnahmequelle dar.

Das veterinärmedizinische Labor LABOKLIN schreibt Interessantes zum Thema Sarkomentstehung durch Impfung bei Katzen - nachzulesen unter www.laboklin.de.

"Die zunehmende Aufklärung der Patientenbesitzer wird es erforderlich machen sich offensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Totschweigen ist schon jetzt kaum noch möglich.

...Man muss davon ausgehen, dass es vakzine-(Anm: impfstoff-)assoziierte Sarkome bei Katzen gibt. Der Beweis wird hinreichend erbracht durch die empirischen Daten und das Erscheinungsbild. Dies führt automatisch zur Frage, wie groß das Risiko einer Tumorentwicklung im Verhältnis zum Nutzen des Impfschutzes ist.

...von zahlenmäßiger Bedeutung sind zur Zeit (!) nur die Fibrosarkome.

Von den untersuchten Vakzinen (=Impfstoffen) scheinen die Tollwut- und besonders die FeLV-Vakzinen von Bedeutung zu sein und zwar unabhängig von den Herstellern. Es wird außerdem erst seit Einführung inaktivierter Impfstoffe mit Adjuvantien (=Begleitstoffen) gegen diese beiden Virusinfektionen in den 80igerJahren von Fibrosarkomen berichtet.

...In einer Studie stieg das Risiko einer Tumorentwicklung zwischen den Schulterblättern um 50% bei einer einmaligen Vakzinierung (=Impfung)  im Vergleich zu Tieren, die nicht in dieser Lokalisation geimpft wurden. Das Risiko erhöhte sich um 127% bei gleichzeitiger doppelter Vakzinierung und um 175% bei drei- oder vierfach Vakzinierung in der Lokalisation.

Als Zeitspannen der Tumorentwicklung nach der Impfung wurden 3 Monate bis 3,5 Jahre gefunden, wobei die Mehrzahl der Tumoren sich innerhalb eines Jahres entwickeln.

... Vakzineassoziierte Fibrosarkome verhalten sich lokal sehr aggressiv, Rezidive sind auch bei großzügiger chirurgischer Entfernung häufig und die Prognose ist vorsichtig zu stellen.

...Bei Applikation mehrere Impfstoffe sollten verschiedene Lokalisationen gewählt werden."

Die amerikanische Vaccine-Associated Feline Sarkoma Task Force gibt außerdem folgende Empfehlungen :

Wie auf Infektionen sind also auch auf Impfungen verschiedene Reaktionen möglich. Die Bandbreite geht von einer ausbleibenden Reaktion über schwache Reaktionen bis zu heftigsten Reaktionen mit bleibenden Schäden. Wie erklären sich diese Reaktionen und welche Bedeutung haben sie?




impfreaktionen

Mit Impfungen werden große Teile der Mensch- und Tierpopulationen ohne Rücksicht auf individuelle Unterschiede behandelt. Die Reaktion auf eine Impfung hängt aber von der individuellen Empfänglichkeit ab. Je nach Verfassung des Impflings sind im Prinzip zwei Reaktionen möglich:

Die Impfung erzeugt keine Reaktion. In diesem Fall ist der Organismus entweder sehr gesund oder konstitutionell geschwächt. In beiden Fällen bestünde auch im Falle einer Epidemie keine Ansteckungsgefahr, da der Organismus nicht empfänglich für die Krankheit ist.

Eine Reaktion ist ein Zeichen dafür, dass sich der Körper mit dem krankmachenden Einfluss des Impfstoffs auseinandersetzt. Die Reaktion kann leicht sein, es kann eine starke Reaktion mit Fieber und anderen Symptomen auftreten oder es kann eine sehr starke Reaktion mit Komplikationen auftreten z.B. Lähmungen, Meningitis etc.

Eine leichte Reaktion bedeutet, dass der Körper empfänglich ist für die Krankheit, gegen die geimpft wurde. Sie bedeutet aber auch, dass der Abwehrmechanismus zu schwach ist, um die Wirkung des Impfstoffes völlig aufzuheben. Der krankmachende Einfluss bleibt im Körper bestehen und kann u.U. die Reaktionslage nachhaltig verändern. Derartige leichte Reaktionen findet man bei chronisch kranken Individuen. Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich langfristig durch die Impfungen.

Deutliche Impfreaktionen zeigen an, dass der Abwehrmechanismus stärker ist und den krankmachenden Einfluss des Impfstoffes möglicherweise erfolgreich bekämpfen kann (bei jüngeren Individuen, deren Abwehrsystem noch nicht geschwächt wurde). Nach einer solchen Reaktion besteht ein mehr oder weniger lang anhaltender Impfschutz gegen die Krankheit. Die Betroffenen sind empfänglich für die Krankheit und für den krankmachenden Reiz des Impfstoffes. Wenn sie rechtzeitig geimpft werden, werden sie nicht erkranken, solange sich der Körper mit der Impfkrankheit auseinandersetzt (solange Impftiter besteht).

Auch im Falle einer sehr starken Reaktion mit Komplikationen ist der Organismus empfänglich für die Krankheit. Der Abwehrmechanismus ist aber zu schwach, um den krankmachenden Reiz des Impfstoffes zu bekämpfen und eine schwere Erkrankung entsteht. Wenn der Patient überlebt, ist seine Gesundheit nachhaltig geschädigt. Das sind die Fälle, in denen sich eine chronische Erkrankung bis zum Zeitpunkt der Impfung zurückverfolgen lässt. Im Falle einer Epidemie hätte derjenige die gleichen Komplikationen erlitten. Nur wäre es unter Umständen nie zu einem Kontakt mit der Erreger und damit zur Infektion gekommen.

Chronische Leiden, die auf eine Impfung zurückzuführen sind, werden in der Homöopathie als Vakzinose bezeichnet. Zunächst sah man die Vakzinose nur als Folge der Pockenimpfung beim Menschen. Heute geht man davon aus, dass alle Impfungen ebenso wie Desensibilisierungen und Serumbehandlungen eine Vakzinose, eine chronische Veranlagung zu best. Folgeerkrankungen, begründen. Und das ganz unabhängig davon, ob eine direkte Reaktion (leicht oder schwer oder gar nicht) erfolgt. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass sich diese Erkenntnisse nicht vom Menschen auf das Tier übertragen lassen. Ganz im Gegenteil hat das zunehmende Vorkommen schwerwiegender Erkrankungen bei allen Tierarten mit dem Ausmaß der Durchimpfung der Populationen zugenommen.

Nachfolgend noch der Hinweis auf einige informative und kritische Impfratgeber, in zwei Büchern wird auch auf Impfungen bei Tieren eingegangen:

Harris L. Coulter: Impfungen - Großangriff auf Gehirn und Seele

Der Medizinhistoriker analysiert 50 Jahre medizinischer Spezialliteratur zum Thema Autismus, Minimalhirnschaden, Entwicklungsstörungen, Hyperaktivität, Lernbehinderungen, Allergien und Impfungen.

Joachim-F. Grätz: Sind Impfungen sinnvoll?

Ein empfehlenswerter Ratgeber für jeden, der sich für Homöopathie, Gesundheit, Krankheit, Neigung zu Krankheit und echtes Heilen interessiert.

Simone Delarue: Impfschutz - Irrtum oder Lüge? (Auch Impfungen bei Tieren werden behandelt).

Protokolliert werden die Pocken, Diphterie, TB, Keuchhusten, Tetanus usw. in jeweils mehreren Ländern: vor Einsetzen der Impfungen, während der Massenimpfungen und nach ihrem Absetzen.

F. und S. Delarue: Impfungen - der unglaubliche Irrtum, 7. Aufl. (incl. Impfungen bei Tieren)

Eine grundlegende Studie über Impfungen und neurologische Schäden, Aids, Krebs, Herzschäden, plötzlichen Kindstod, genetische Schäden, multiple Sklerose usw.

Dr. med. Georg Kneißl: Impfratgeber aus ganzheitlicher Sicht

Ursachen und Rolle der Impfungen bei chronischen Erkrankungen, Häufigkeit und Ausmaß der Leitbahnschäden bei geimpften, chronisch kranken Personen.




tollwut-impfung

Die Tollwut nimmt unter den Infektionskrankheiten eine besondere Stellung ein. Es handelt sich um eine Zoonose, d.h. eine Erkrankung, die auf den Menschen übertragbar ist und in der Regel tödlich verläuft. Bei der Tollwutimpfung und dem Umgang mit tollwutverdächtigen Tieren sind gesetzliche Bestimmungen zu befolgen.

Tollwut ist für Hund, Pferd und Katze gleichermaßen von Bedeutung. Tollwut wird durch einen Virus ausgelöst, der sich zunächst in Muskelzellen vermehrt und dann das Nervensystem  (Rückenmark und Gehirn) befällt. 

Die Übertragung erfolgt durch Eindringen von erregerhaltiger Körperflüssigkeit (Speichel) in eine Wunde. Also in erster Linie durch Biss, aber auch über verletzte Schleimhäute der Maulhöhle beim Fressen von infiziertem Gewebe (infiziertes, ungekühltes Gewebe von Kadavern verliert nach etwa 1 Tag seine Ansteckungsfähigkeit). Hauptüberträger sind Wildtiere.

Tiere, die mit tollwutbefallenen Tieren Kontakt gehabt haben und für die kein gültiger Impfschutz nachgewiesen werden kann, können zwangsweise euthanasiert  (eingeschläfert) werden. Eine Quarantäne muss nicht gewährt werden. Auch der Nachweise eventuell vorhandener Antikörper im Blut schützt da nicht. Die Behandlung der Erkrankung ist wegen der Gefährdung des Menschen verboten. Ein Nachweis bzw. auch der Ausschluss der Erkrankung ist am lebenden Tier nicht möglich.

Die Erstimpfung erfolgt meist mit 12 Wochen. Bis vor kurzem wurden vom Gesetzgeber per Tollwut-VO jährliche Widerholungsimpfungen gefordert. Mittlerweile sind je nach Impfstoff Impfintervalle mehrjährige Intervalle möglich. Die Impfstoffe wurden nicht verändert, nur ihre Deklaration! Lebendimpfstoffe führten früher vereinzelt zu Tollwuterkrankungen, werden daher nicht mehr verwendet.




impfungen katze


FHV-1 = Felines Herpesvirus 1

Das Virus dringt im Nasenraum in die Schleimhaut ein und verbreitet sich dann im Rachenraum, in den Lidbindehäuten und den oberen Luftwegen. Im Blut ist das Virus wenn überhaupt nur kurz nachzuweisen. Die Infektion führt zu Schnupfensymptomen (Niesen, Nasenausfluss) und Bindehautentzündung. Die Übertragung findet durch nahen Kontakt statt, selten durch Tröpfcheninfektion über weitere Distanzen. Die Infektion wird am ehesten beobachtet, wenn mehrere Katzen auf engem Raum gehalten werden oder durch ungünstige Haltungsbedingungen gestresst sind. Besonders empfänglich sind Kätzchen kurz vor und nach dem Absetzen. 

Nach der akuten Phase klingen die Symptome ab. Aber nur in 20% der Fälle wird das Virus vollständig vernichtet. Die anderen 80% der betroffenen Katzen bleiben infiziert. Sie scheiden das Virus aus, ohne selbst noch Krankheitserscheinungen zu zeigen oder sie bleiben chronisch krank. Das Virus wird nicht kontinuierlich sondern in Schüben ausgeschieden. Bei der chronischen Erkrankung lässt sich das Virus im Nase-Rachenraum nachweisen. Stress (z.B. durch Umgebungswechsel) kann die Infektion aktivieren und zu einem Krankheitsschub führen. Aber nicht jede Aktivierung der Infektion führt zu klinischen Symptomen! Katzenmütter, die Virusausscheider sind, infizieren ihre Jungen meist in der 5.-7. Lebenswoche. Die Ansteckungsgefahr ist in Tierkliniken, Tierheime und -pensionen besonders groß.

Eine ursächliche schulmedizinische Behandlung der Infektion gibt es nicht. Man gleicht die Flüssigkeitsverluste durch Infusionen aus, sorgt für ein Offenhaltung der Atemwege und versucht zusätzliche bakterielle Infektionen zu verhindern.

Katzen, die an FHV-1 eingehen, zeigen hochgradige Austrocknung, Abmagerung und schleimig-eitrigen Nase- und Augenausfluss. Rachen und Kehlkopf sind häufig entzündet.

Die heute verwendeten Impfstoffe sind in der Regel mit anderen Impfstoffen kombiniert. Es stehen inaktivierte und attenuierte Impfstoffe zur Verfügung. Die attenuierten Impfstoffe werden als Nasentropfen angewendet. Die Erstimpfung sollte nicht vor der 9. Lebenswoche vorgenommen werden.

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FCV = Felines Calicivirus

Das Virus wird durch direkten Kontakt übertragen. Haupteintrittspforte ist die Nasenhöhle. Von dort aus verbreitet es sich sehr schnell über die oberen Luftwege, Mandeln und Lunge . Zu einer Ausbreitung über die Blutbahn kommt es nur selten. Wenige Tage nach der Infektion kommt es zu Mattigkeit, Fressunlust, Augen- und Nasenausfluss und später zu geschwürigen Veränderungen am Zungenrand und Gaumen. 

Die Gefährlichkeit des Erregers wird oft überschätzt. Natürliche Infektionen führen kaum zu Krankheitssymptomen außer vereinzelten Geschwüren der Zunge und des Gaumens, die schnell wieder abheilen. Schwerwiegendere Krankheitsbilder mit Symptomen von Atemwegsinfektionen entstehen nur, wenn gleichzeitig noch zusätzliche Infektionen mit FHV-1, Parvovirus etc. vorliegen.

Es stehen Lebendimpfstoffe als Nasentropfen und zur Injektion zur Verfügung sowie ein inaktivierter Impfstoff zur Injektion. Die Nasentropfen-Impfung mit Lebendimpfstoff kann zu Schnupfensymptomen und zur Ausscheidung des Virus (und damit zur Ansteckung anderer Katzen) führen.

Die Impfung schützt nicht zuverlässig, vor allem dann nicht, wenn ein symptomloser Ausscheider des Erregers geimpft wird. Gesunde Ausscheider können das Virus über Wochen kontinuierlich ausscheiden. Eine Impfung dieser Tiere führt nicht zur Immunität.  Es gibt außerdem eine Vielzahl von verschiedenen Calicivirus-Stämmen. Die Impfung schützt gegen eine Reihe aber nicht alle dieser Stämme. Vor allem verhindert sie nicht die lokale Infektion der Maulhöhle mit den Geschwüren an Zunge und Gaumen.

Man kann die Infektion durch Untersuchung einer Tupferprobe aus dem Rachen nachweisen.

Der Impfstoff wird meist mit Impfstoffen gegen Parvovirose und FHV-1 kombiniert. siehe dort.

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FPV = Felines Parvovirus

Das Parvovirus dringt über die Schleimhaut der Nase und der Maulhöhle ein und verursacht Durchfall, Erbrechen und Apathie. Die Krankheit führt oft zum Tode. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt aber auch indirekt durch Futtergefäße, Liegeplätze, Insekten und Parasiten. Anfällig für die Infektion sind Jungtiere im Alter von 6 Wochen bis 4 Monaten. Infektionen älterer Tiere führen, auch wenn sie nicht geimpft sind, allenfalls zu leichten Symptomen. Die Infektion im Mutterleib führt zu Entwicklungsstörungen des Kleinhirns.

Man unterscheidet einen perakuten, akuten, subakuten und subklinischen Verlauf der Infektion. Beim perakuten Verlauf kommt es innerhalb weniger Stunden zum Tod, ohne dass die für den akuten Verlauf typischen Symptome Durchfall und Erbrechen beobachtet werden können. Beim akuten Verlauf ist die Katze zunächst apathisch mit Koliksymptomen. Sie verweigert Futter und Wasser und erbricht häufig. 1-2 Tage später kommt es zu dünnflüssigem, in schweren Fällen auch blutigem Durchfall. Durch die Flüssigkeitsverluste können die Tiere innerhalb weniger Tage sterben. Der subakute Verlauf ist gekennzeichnet durch Apathie und mäßigen Durchfall, der einige Tage andauern kann. Dieser Durchfall kann leicht chronisch und schwer beeinflussbar werden.

Erkrankten Tiere scheiden den Erreger in großen Mengen in sämtlichen Sekreten und Exkreten bis zu 3 Wochen nach Abklingen der Symptome aus. Einzelne gesunde Tiere scheiden den Erreger aber ebenfalls aus.

Jungtiere sind bis zum Alter von 9-10 Wochen durch die mütterlichen Antikörper geschützt.

Die Erkrankung lässt sich durch Kotuntersuchung nachweisen. Der Nachweis durch Antikörperbestimmung lässt sich nur bei nicht geimpften Tieren erbringen.

Es stehen inaktivierte und attenuierte Lebendimpfstoffe zur Verfügung. Lebendimpfstoffe sollten keinesfalls bei trächtigen Tieren eingesetzt werden wegen der Gefahr von Entwicklungsstörungen des Zentralnervensystems. Die erste Impfung wird im Alter von 8-9 Wochen, die zweite im Alter von 12 Wochen durchgeführt. In der Regel wird eine 3-fach Impfung, FPV kombiniert mit FCV und FHV-1, durchgeführt.

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FIPV = Felines Infektiöses Peritonitisvirus

Erreger ist ein Coronavirus, FCoV. Man unterscheidet zwei Virusformen: das harmlose FECV = Feline Enterale Coronavirus und den FIP-Erreger - FIPV. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass die harmlose Form im Trägertier zur gefährlichen Form mutiert. Die direkte Übertragung der FIP auslösenden Form soll keine große Rolle spielen. Die Sterblichkeitsrate ist sehr hoch, nahezu 100%. Die Antikörper gegen den FIP-Erreger unterscheiden sich nicht von denen gegen die ungefährlichen Coronaviren. Daraus ergibt sich ein diagnostisches Problem beim Nachweis der Erkrankung.Die Übertragung erfolgt schon im Mutterleib oder später oral (über die Schleimhäute des Verdauungstraktes). Der Erreger dringt in die Zellen der Darmschleimhaut ein und vermehrt sich dort.  Ob die Mutation stattfindet und die Krankheit ausbricht, hängt von der Stärke des Immunsystems ab, u.a. davon, ob dieses durch Medikamente wie Cortison geschwächt ist. Die Infektion kann gänzlich ohne Symptome verlaufen. Antikörper sind in dem Fall nicht unbedingt nachzuweisen.

Der Erreger trickst das Immunsystem aus. Bei verstärkter Antikörperbildung werden vermehrt Fresszellen aktiviert, die den Erreger aufnehmen. In den Fresszellen entzieht er sich der Wirkung der Antikörper und vermehrt sich weiter. Antikörperbildung leistet der Krnakheit also Vorschub!!Man unterscheidet eine feuchraum. Der Verlauf zieht sich meist über Wochen hin. Der Tod tritt nach 1-12 Wochen ein. 70% der betroffenen Katzen  zeigen die feuchte Form mit Ergüssen in die Bauchhöhle. Bei der trockenen Form kommt es zu entzündlichen Auflagerungen auf/in Organen. Es bilden sich entzündliche Knötchen. Der Tod tritt nach 1-6 Monaten ein. Die Dunkelziffer bei der trockenen Form ist hoch, da die Diagnose schwierig zu stellen ist.

Am häufigsten erkranken Katzen im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren. Rassekatzen sind stärker betroffen, wahrscheinlich durch die inzuchtbedingte Schwächung des Immunsystems. Pro Jahr erkranken weniger als 2% der Katzenpopulation. Die Erkrankung tritt häufiger bei männlichen als bei weiblichen Tieren auf.

Erhöhte Titer bei gesunden Tieren haben keine Aussagekraft, sie können als Folge harmloser Coronavirus-Infektionen entstehen.

Die Impfung erfolgt mit einem Nasentropfenimpfstoff. Zitat des Labors LABOKLIN: Die Impfung wird nicht uneingeschränkt zum routinemäßigen Einsatz empfohlen. Sie kann (!) bei jungen Katzen ohne Antikörper bei hohem Infektionsdruck sinnvoll sein.

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FIV = Felines Immunschwäche-Virus

Erreger ist ein Lentivirus (lenti = langsam), ein langsamer Virus, d.h. von der  Infektion bis zur Erkrankung dauert es lange Zeit. Er verursacht eine Immunschwäche. Es besteht eine Verwandtschaft zum HIV-Erreger.
Die Übertragung erfolgt durch Biss, daher sind  ältere männliche freilaufende Katzen am häufigsten betroffen. 3-26% der Katzenbevölkerung in Westeuropa sind infiziert.

Nach der Infektion erfolgt in den ersten Wochen die Antikörperbildung, geringe Störungen des Allgemeinbefindens mit Lymphknotenschwellung sind möglich. Danach ist eine meist jahrelange symptomlose Phase möglich. Die Immunschwäche entwickelt sich langsam, das hat Folgeerkrankungen von zunehmender Schwere zur Folge. Besonders betroffen sind die Schleimhäute im Kopfbereich. Am häufigsten treten geschwürige Veränderungen der Maulhöhle und Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper auf. Der typischste Patient ist die ältere chronisch kranke Katze mit Veränderungen an den Übergängen von Haut zu Schleimhaut.

Als Folgekrankheiten treten zum einen Krankheiten auf, die auch für nicht an FIV erkrankte Katzen relevant sind. Darüber hinaus kommt es zu Infektionen, die erst durch FIV möglich werden (opportunistische Infektionen): Pilze, Toxoplasmose,  Papillomaviren....

Ein Test auf Antikörper ist möglich, ist aber erst 6 Wochen nach Infektion (Beisserei) sinnvoll. Im Endstadium wird der Test  wieder negativ. Sinnvoll ist er bei therapieresistenten, wiederkehrenden Erkrankungen.

Eine Ansteckung des Menschen ist trotz der Ähnlichkeit zum HIV-Virus nicht möglich.

Eine klinisch gesunde, junge Katze ist  nach der Infektion  meist noch einige Jahre beschwerdefrei. Das Übertragungsrisiko ist selbst bei gemeinsam gehaltenen Katzen sehr gering - theoretisch wäre sogar Zucht denkbar.

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FeLV = Felines Leukämievirus

FeLV ist für die Hauskatze die zahlenmäßig wichtigste Infektion.

Das Virus verursacht wie das FIV eine Immunschwäche. Es ist die häufigste Ursache bösartiger Tumore von Geweben, die Blutzellen (= rote und weiße Blutkörperchen) bilden: Lymphknoten, Thymus, Knochenmark.  Eine Übertragung ist durch alle Körpersekrete und -exkrete (in erster Linie aber Speichel), direkt und indirekt (z.B. über Futternäpfe) möglich.

Eintrittspforte für das Virus ist die Schleimhaut der Maul- und Nasenhöhle.  Hier vermehrt sich das Virus, gelangt schließlich in die Blutbahn und ins Knochenmark. Die Ausbreitung des Virus kann durch ein funktionierendes Immunsystem an jeder Stelle unterbrochen werden. Auch wenn das Virus schon wochenlang im Blut vorgelegen hat. Ob die Krankheit ausbricht hängt vom Immunsystem, vom Alter und von den Haltungsbedingungen ab.

Die Empfänglichkeit ist bis zum Alter von 16 Wochen sehr hoch und  nimmt mit zunehmendem Alter immer mehr ab. Ältere Katzen sind selten betroffen, selbst bei intensivem Kontakt zu Virusträgen. Einzeln gehaltene Katzen erkranken selten, auch wenn sie gelegentlich Kontakt zu Virusträgern haben.

Das Virus verursacht Tumoren (Lymphosarkome, Tumoren des Rückenmarks), Störungen der Blutbildung, und infolge der Schwächung des Immunsystems auch eine Reihe anderer Erkrankungen. Die Diagnose erfolgt durch Nachweis des Virusproteins, sie ist relativ zuverlässig. Falsch positive Ergebnisse sind möglich. Positive Tiere sollten in jedem Fall nachgetestet werden, da sie wieder negativ werden können. Ein negativer Test ist nicht eindeutig. Negativ kann nämlich auch bedeuten, dass z.Zt. (noch) keine Viren im Blut vorliegen. 

Nach Kontakt mit dem Virus kommt es bei intaktem Immunsystem zur Virusvermehrung mit Bildung von Antikörpern (die unterschiedlich lange dauern kann). Krankheitserscheinungen treten nicht auf. Latente Infektion sind möglich: bei Belastung kommt es immer wieder zur Virusvermehrung.  Bei 10-30% der betroffenen Tiere wird das Virus nicht vernichtet, es verbleibt im Blut (persistierende Virämie). Nur in diesem Fall kommt es zu den FeLV- bedingten Krankheitserscheinungen. Welchen Verlauf die Erkrankung nimmt, hängt vom Immunstatus und den krankmachenden Eigenschaften des Erregerstammes ab. Eine latente Infektion kann nicht diagnostiziert werden! 

50-80% der Katzenbevölkerung in Mitteleuropa kommen in Kontakt mit dem Virus, ca. 70% infizieren sich.

Die Prognose ist vorsichtig zu stellen. Die Bösartigkeit der Tumoren ist unterschiedlich. Lokale Veränderungen sind günstiger. 

Prinzipiell ist Impfung mit Lebendimpfstoff, Virusprotein oder abgetöteten Erregern möglich. Bei der Impfung wird eine potentielle Zeitbombe für die Tumorentstehung gelegt. Der Impfstoff "Leukocell" enthält abgetötetes Virus und Virusbestandteile, der Impfstoff "Leukogen"  enthält Virusprotein.

Zitat: "Die Bedeutung der Impfung dürfte heute in weiten Kreisen überschätzt werden. Sie schützt keineswegs verlässlich vor einer Infektion, wie auch der Hersteller des Impfstoffs einräumt."

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Fazit:

Katzen über 4 Monate: Katzenschnupfen (FHV-1, FCV) und Parvovirose-Impfung unnötig, da Erkrankungen nur für Katzenwelpen gefährlich sind.

FIP-Erkrankungen sind  ziemlich selten. Die Leukose-Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter immer mehr ab, die Impfung schützt nicht verläßlich und ist auch nicht frei von Risiken. Auf beide Impfungen kann bei entsprechender Haltung verzichtet werden.

FIV-Impfung (Impfstoff bisher nur in USA zugelassen) nur bei älterem männlichen Freigänger sinnvoll. Für alle anderen Katzen ist das Risiko durch Biss infiziert zu werden, äußerst gering.

Katzenwelpen: anfällig für FHV-1, FCV, FeLV. Aber: kommen meist aus unklaren Verhältnissen, oft aus ländlicher Umgebung. Oft Alter unbekannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass in eine Infektion hinein geimpft wird, ist groß. Ebenso das Risiko in noch vorliegende mütterliche Antikörper hineinzuimpfen.

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impfungen hund

Staupe

Bei der Staupe handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch das Canine Distemper Virus (CDV) ausgelöst wird, das mit dem menschlichen Masernvirus und dem Rinderpestvirus verwandt ist.

Die Staupe ist eine hochansteckende fieberhafte Erkrankung., die mit Entzündungen der Schleimhäute und es zentralen Nervensystems sowie Hautveränderungen (Pusteln, Verhornungen des Nasenspiegels und der Ballen) einhergehen kann: Man unterscheidet eine gastrointestinale (=Magen-Darm-) Form, eine respiratorische (=Atemwegs-) Form, eine Hautform, eine nervöse Staupe und eine Hartballenform. Bei der Gastrointestinalform stehen Erbrechen, Durchfall Austrocknung und rasche Abmagerung im Vordergrund. Bei der respiratorischen Form können Schnupfensymptome, Bronchitis, Lungenentzündung, Husten, Atemnot auftreten. Hautveränderungen treten am Unterbauch, den Schenkelinnenseiten und den Ohrinnenflächen auf. Bei der Hartballenform kommt es zu Verhornungen des Nasenspiegels und der Zehenballen. Sie tritt oft zusammen mit nervösen Störungen auf.

Erkrankte Hunde scheiden das Virus mit allen Sekreten (Auge, Nase, Pustelinhalt) und Exkreten (Urin, Speichel) aus. Die Übertragung  erfolgt durch direkten Kontakt, Tröpfcheninfektion oder auch indirekt über Futterschüsseln etc. Hauptansteckungsquelle sind infizierte Hunde, die - ohne Krankheitserscheinungen zu zeigen - das Virus ausscheiden. Eine Infektion im Mutterleib ist ebenfalls möglich. Sie führt zum Ausbruch der Erkrankung, wenn die mütterlichen Antikörper nach 4-6 Wochen verschwinden.

Vorwiegend tritt die Staupe im Alter von 3-6 Monaten zu Zeiten des Zahnwechsels  auf. Die Erkrankung führt dann zu Zahnschmelzdefekten (Staupegebiss).Nach der Grundimmunisierung werden Wiederholungsimpfungen nach spätestens 2 Jahren durchgeführt.

Die Staupeimpfung wird  in der Schulmedizin ebenso wie die Impfung gegen ansteckende Leberentzündung als unerlässlich betrachtet.

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Zwingerhusten-Komplex

Zwingerhusten ist keine einheitliche Erkrankung. Man fasst darunter Infektionen mit einer Vielzahl  unterschiedlicher Viren zusammen: Infektionen mit dem Caninen Adenovirus 1 (CAV-1 /Hcc), dem Caninen Adenovirus 2 (CAV-2), einem Herpesvirus, mit Reoviren und Influenzaviren. Diese Infektionen können einzeln oder gleichzeitig ablaufen. Allen gemeinsam sind (unterschiedlich stark ausgeprägte) Anzeichen einer Infektion der oberen Luftwege, der Luftröhre und der Bronchien. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion auf dem Luftweg. Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch der Erkrankung kann 2 bis 30 Tage betragen.

Außer bei geschwächten Junghunden aus Händlerbeständen ist die Prognose günstig.  Nach 7-14 Tagen kommt es zur Spontanheilung.

Die Impfung erfolgt mit Kombinationsimpfstoffen, die einige - aber nicht alle - der möglichen Erreger berücksichtigen. 

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H.C.C.

Die ansteckende Leberentzündung wird durch das canine Adenovirus 1 (CAV-1) hervorgerufen. Der Erreger dringt  über die Schleimhäute der Maulhöhle und des Nasenrachenraums ein. Das Virus wird über den Speichel, Harn, Kot ausgeschieden, und zwar mit dem Harn bis zu 6 Monaten nach Überstehen der Erkrankung. 

Der größte Teil der Hunde macht die Infektion stumm, das heißt ohne Krankheitserscheinungen durch. Diese infizierten aber nicht erkrankten Hunde können Dauerausscheider sei. Die klinisch manifeste, d.h. mit Krankheitserscheinungen einhergehende Erkrankung ist äußerst selten geworden und tritt überwiegend bei Junghunden zusammen mit Staupe auf.>

Die Symptome der Erkrankung sind denen anderer Infektionserkrankungen sehr ähnlich. Eine Abgrenzung ist schwierig. Neben Fieber kommt es zu Lymphknotenschwellung, Mandelentzündung, Wasseransammlungen unter der Haut von Kopf, Hals und Unterbrust, Haut- und Schleimhautblutungen, Leber- und Milzvergrößerung, Bauchschmerzen, Bronchitis, Lungenentzündung, Störungen des Nervensystems, Abort. Durch Krankheitsprodukte kann es zur Hornhauttrübung kommen.

Nach der Grundimmunisierung werden Wiederholungsimpfungen im Abstand von 1-2 Jahren empfohlen. Bei wenig gefährdeten Hunden reichen Impfungen in 2-jährigem Abstand. Die H.c.c-Impfung wird von Schulmedizinern als unerlässlich gesehen.

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Parvovirose

Die Hundeparvovirose wird durch das canine Parvovirus (CPV-2) ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt über den Kot infizierter Tiere und indirekt über Gegenstände und Kleider.

Es gibt  keine Dauerausscheider aber offensichtlich Hunde, die das Virus periodisch ausscheiden. Die Ausscheidung des Virus durch Hunde mit keinen oder schwachen Krankheitszeichen spielt aber eine große Rolle. Die meisten Hunde, die dem Virus ausgesetzt werden, machen eine unauffällige Infektion mit Immunisierung durch.

Die Krankheit geht mit einer Schädigung der Darmschleimhaut einher. Krankheitsanzeichen sind: Durchfall, Erbrechen, Untertemperatur oder Fieber, Abmagerung, Austrocknung, Bauchschmerzen. Die Krankheit dauert etwa 1-2 Wochen. Ab dem 4.-5. Tag nehmen die Überlebenschancen deutlich zu.

Es gibt Lebendimpfstoffe und inaktivierte Impfstoffe. Die Lebendimpfstoffe führen bis zu einer Woche zur Ausscheidung des Erregers mit dem Kot. Sie sind in manchen Ländern nicht zugelassen.

Mütterliche Antikörper sind bis zum Alter von 12-14 Wochen nachweisbar. Die erste Impfung sollte nicht vor Ablauf dieser Zeit erfolgen. Je nach Gefährdung wird die Wiederholungsimpfung im Abstand von 1-2 Jahren empfohlen.

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Leptospirose

Die Leptospirose wird durch Leptospiren hervorgerufen.  Bei der Leptospirose handelt sich um eine Zoonose, d.h. eine Erkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist.  Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit Harn und Blut infizierter Tiere durch direkten Kontakt oder  Beschnuppern, Belecken, Benagen von Gegenständen.  Hauptüberträger sind neben infizierten Hunden Mäuse und Ratten.  Der Mensch verbreitet die Leptospiren nicht weiter. Geimpfte Hunde können Menschen, vor allem Kinder, anstecken!

Die Leptospiren durchdringen bei der Infektion die Schleimhäute der Verdauungs- oder Geschlechtsorgane, die Bindehäute oder die verletzte Haut, vermehren sich im Blut (Septikämie) und besiedeln schließlich die Organe, vor allem Nieren und Leber. Durch Freisetzung von Giftstoffen kommt es zu Ödemen, Schleimhautschäden und Blutungen. Der Verlauf der Erkrankung richtet sich nach Alter, Leptospirenart und Haltungsbedingungen.

Man unterscheidet verschiedene Leptospiren-Arten, die unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen. Die Infektion kann ohne oder mit milden Krankheitserscheinungen verlaufen, mit allgemeinen Krankheitserscheinungen ohne Organbefall, akut mit schwerem Organbefall von Leber und/oder Nieren oder chronisch mit irreversiblen Schäden aus einer akuten Form hervorgehen. Die bekanntesten Krankheitsbilder sind die Stuttgarter Hundeseuche (befällt vorrangig die Nieren) und die Weilsche Krankheit (befällt vor allem die Leber). Von jedem Krankheitsbild sind unterschiedliche Verläufe bekannt.

Hunde können nach überstandener Infektion den Erreger bis zu 4 Jahren ausscheiden. Die Prognose der Erkrankung hängt vom Ausmaß der Leber- und Nierenschädigungen ab.Bei Wohnungshunden ist die Erkrankung seltener als bei streunenden Hunden oder auf dem Lande.

In der Regel wird die Wiederholungsimpfung jährlich empfohlen.

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Borreliose

Es handelt sich um eine fieberhafte Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi hervorgerufen wird. Borrelien gehören wie der Erreger der Syphilis und der Leptospirose zu den Spirochaeten.  Nager, Insektenfresser, Wildtiere und Vögel sind Träger der Borrelien.In Mitteleuropa werden die Borrelien von der Zecke Ixodes ricinus (Holzbock) übertragen. Zecken leben in Bodennähe, in Sträuchern und im Unterholz, im hohen Gras und im Gebüsch bis zu einer Höhe von 1-1,3 m. Sie befallen Säugetiere (auch den Menschen). Jede Zecke macht verschiedene Entwicklungsstadien durch, die alle infiziert sein können. Nach jeder Reifungsphase wird ein neuer Wirt gesucht, der nach der Blutmahlzeit wieder verlassen wird. Hat sich die ausgewachsene Zecke voll gesaugt, fällt sie ab, zieht sich zurück  und beginnt mit der Ablage von Hunderten von Eiern.Es gibt keine typischen Anzeichen einer Infektion. Viele Infektionen verlaufen ohne Krankheitsanzeichen. Oftmals treten Krankheitserscheinungen erst nach einer Reaktivierung der Infektion oder nach wiederholten Infektionen auf. Die Ansteckung erfolgt ausschließlich durch Zeckenbiss. Oft kommt es zur Antikörperbildung, ohne das Krankheitserscheinungen auftreten. In anderen Fällen treten Wochen bis Monate nach einer Infektion Appetitlosigkeit, Fieber, Lahmheit, Schwellungen/Schmerzhaftigkeit von Gelenken, Muskeln, Wirbelsäule und Lymphdrüsenschwellung auf. Der Erregernachweis ist nur aus Gelenkflüssigkeit und Rückenmarksflüssigkeit sicher zu führen. Im Blut liegen die Borrelien in der Regel nicht vor. Die Bestimmung der Antikörper führt nicht zu eindeutigen Ergebnissen, da auch gesunde Hunde positive Titer haben können. Positive Resultate ohne gleichzeitige klinische Befunde, die auf die Erkrankung hindeuten, sind also nicht eindeutig!  Ein vierfacher Anstieg  der Antikörper gilt aber als beweisend. Da es nach einem Zeckenbiss 24 Stunden dauert, bis die Borrelien auf den Hund übergegangen sind, ist die wichtigste Maßnahme zur Prophylaxe die Entfernung der Zecken nach jedem Spaziergang. Die Behandlung der Borreliose erfolgt mit Antibiotika. Und zwar mit Tetrazyklinen (10-22 mg/kg KG), Amoxicillin (11-22 mg/kg KG) oder Doxycyclin (5 mg/kg KG) 2x täglich über mindestens 14 Tage per os (über den Mund). Eine Impfung ist möglich aber umstritten. Zur Zeit werden amerikanische Impfstoffe verwendet. Der in den USA verbreitete Erreger ist aber ein anderer als der von deutschen Zecken übertragene. Die Wirksamkeit der Impfung ist dadurch stark infrage gestellt.

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Welpensterben

Erreger ist das Canine Herpesvirus (CHV). Bei erwachsenen Hunden löst es nur vergleichsweise harmlose lokale Krankheitserscheinungen an Geschlechtsorganen, Atemwegen und/oder Nervensystem aus, bei Welpen kann es zu einer schweren Allgemeinerkrankung (Durchfall, Erbrechen, Haut- und Schleimhautblutungen, Fieber) mit tödlichem Ausgang bei sehr jungen Tieren führen.

Nach überstandener Erkrankung kann das Virus zeitlebens immer wieder durch Stress reaktiviert werden.

Einziger Schutz vor der Erkrankung ist eine artgerechte Haltung der Welpen. Impfungen haben sich  wegen der Seltenheit der Erkrankung und der Schaffung von Virusausscheidern nicht durchgesetzt.

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