Berberis vulgaris bei Harnsteinen

Studie belegt die Wirksamkeit von Berberis vulgaris bei Harnsteinen

In einer Studie wurde das Potential von homöopathisch aufbereitetem Berberis vulgaris (Berberitze, Sauerdorn) zur Verhinderung der Harnsteinbildung bei Ratten untersucht.
Bei den Ratten wurde zunächst mittels Ethylenglukolzulage zum Futter der Gehalt des Urins an steinformenden Substanzen (Calcium, Phosphor und Harnsäure) erhöht und so eine Urolithiasis induziert.

Durch Verabreichung von Berberis normalisierten sich die Werte wieder. Das gleiche gilt auch für den Serumkreatininspiegel. Der durch die Hypoxalurie ausgelöste Nierenschaden (nachgewiesen durch Anstieg Marker-Enzyme im Urin und deutlich gesteigerte Aktivität im Urin) wurde ebenfalls positiv beeinflußt.

Berberis wurde in der C200 in einer Menge von 20 μl/100 g Körpergewicht und Tag per os über 28 Tage verabreicht.

Hier der Link zur Studie:

Berberis-Studie

Berberis in der Materia Medica von Hering

Unter dem Stichwort Harn finden wir in der MM von Hering folgendes zu Berberis:
Im Anfang und bei Verschlimmerung der Leiden ist derselbe
klar und vermehrt, mit wenig schleimigem Bodensatz, vermindert
und mit kopiösem schleimigem Satz, wenn die Beschwerden
nachlassen; hitziger und von Schmerz in der Lumbar- und
Nierengegend begleitet; dunkel oder hellgelb, oder roth mit
Bodensatz; blutroth, schnell trübe werdend, dicken Schleim und
hellrothes, mehliges Sediment ablagernd.

Berberis bei Sankaran

Bei Sankaran liest man zur Familie der Berberidaceae, zu der Berberis vulgaris gehört, folgende Stichworte, von denen einige (von mir fettgedruckt hervorgehoben) die Problematik der Urolithiasis sehr gut wiederspiegeln:

feststecken u. festsitzen
intermittierender Angriff
Verfolgung
kein Glück haben
Kolik
Neuralgie
krampfartig/anfallsartig
verachtungsvoll
ungehorsam
Malaria
Würmer
Migräne
Periodizität
belästigt
verhindert/gehindert
blockiert
Wechsel zw. Erregung und Akzeptanz

Berberis vertritt das Malaria-Miasma nach Sankaran.

Berberis Keynotes nach Samuel

Arthritis, Gicht, Lumbago: Brennen und Empfindlichkeit in Nierengegend. Koliken bei Nephrolithiasis (vgl. Hyper. Schmerz strahlt aus zur Körpermitte, Kalm. den Arm hinunter); Nierenkolik: stechender, schneidender Schmerz von der linken Niere, den Verlauf des Ureters entlang zur Blase und in die Harnröhre (rechts: Lyc.), ausstrahlend zu Oberschenkel und Hoden; kommt und geht plötzlich. Sprudelndes Gefühl in Nieren (Med.). Zystitis mit Schmerzen, die in verschiedene Richtungen ausstrahlen; Schmerz, Agg.: nach dem Wasserlassen; Sedimentbeimengung. Urin: grünlich, blutrot, mit dickem Schleim; durchsichtig, rötlicher oder gallertartiger Satz.
Gallensteinkolik: Cholestase mit Ikterus; lehmfarbige Stühle. Analfistel mit Gallensymptomen und Jucken der entsprechenden Körperteile; kurzer Husten und Brustbeschwerden, besonders nach Fisteloperation. Arthritis, die von einer Körperseite zur anderen wandert. Blasser Teint mit eingesunkenen Wangen und hohlen Augen.
Gefühl einer engen Kappe, die auf die Kopfhaut preßt.
Übelkeit vor dem Frühstück.
Neuralgie unter den Fingernägeln mit Schwellung der Fingergelenke.
Flache Warzen, juckend, brennend. Polypen in Larynx, Stimmbänder.
Agg.: Bewegung; Gehen; Fahren; Erschütterung; Aufstehen vom Sitzen; vor Stuhlgang; bei Dunkelheit; vor und bei Menses.

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