Functional Food und Nutraceutica für Tiere

Functional Food und Nutraceutica – halten sie ihr Gesundheitsversprechen?

Functional Food und Nutraceutica liegen im Trend.  Es handelt sich um Nahrungs-/Futtermittel mit mehr oder weniger erwiesenem Zusatznutzen für die Gesundheit.  Sie lassen sich gewinnbringend für Hersteller und Handel mit gesundheitsbezogener Werbung vermarkten. Wer möchte sich schließlich nicht gesund, schlank und schön essen? Und wer wollte seinem geliebten Vierbeiner das verwehren? Weil der Zusatznutzen eben oft nicht erwiesen ist und von  unkalkulierbaren Begleitumständen beeinflußt wird, sind die gesundheitsbezogenen Werbeaussagen zum Schutze des Verbrauchers gesetzlich reglementiert.   Die Einschränkungen ergeben sich dabei sowohl aus nationaler Gesetzgebung (LFGB)  als auch europäischer Verordnung. Mit findigen Formulierungen ist es aber durchaus möglich, den Verbraucher unter Beachtung aller Verbote trotzdem in die gewünschte Richtung – nämlich zum Kauf –  zu lenken. „Functional Food und Nutraceutica für Tiere“ weiterlesen

Aminosäuren in Ergänzungsfuttermitteln

Sind Aminosäuren in Ergänzungsfuttermitteln immer sinnvoll?

Aminosäuren sind die Grundbaustoffe der Proteine. In den Nahrungsproteinen kommen etwa 22 verschiedene Aminosäuren vor. Davon sind für den Hund 10 essentiell, für die Katze 11 und für das Pferd 9. Essentiell bedeutet, dass diese Aminosäuren im Körper nicht gebildet werden können und daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Wildtiere sind ausreichend versorgt – andernfalls wären sie schon ausgestorben. Problematischer wird es bei den domestizierten Tieren, den Tieren in Obhut des Menschen. „Aminosäuren in Ergänzungsfuttermitteln“ weiterlesen

Kieselerde mit riskanten Nebenwirkungen

Quarz statt Algenpulver

Der Artikel ist von 2013 aber nicht überholt. Er gibt grundsätzliche Bedenken zum Einsatz der Kieselerde wieder und weist auf die Problematik unterschiedlicher Zusammensetzung von Kieselerde-Präparaten hin. Ich habe ihn als Ergänzung zum ausführlichen Beitrag über die Kieselerde verlinkt.

Kieselerde soll angeblich gesund für Haut, Haare und Nägel sein. Doch die Wirkung ist umstritten. Einige Hersteller verkaufen sogar Präparate mit fragwürdigen Inhaltsstoffen.

Quelle: Kieselerde mit riskanten Nebenwirkungen

Silicea terra, Kieselerde, Kieselsäure, Kieselgur, Diatomeen, Silikon

Silicea terra, Kieselerde,  Kieselsäure, Kieselgur, Diatomeen, Silikon – hier dreht sich alles um Silicium

Silicium (oder Silizium) ist ein chemisches Element (ein Halbmetall). Es ist nach Sauerstoff das  zweithäufigste Element der Erdhülle. Silizium kommt in elementarer Form vor, als Bestandteil von Gesteinen in Form von Siliciumdioxid SiO2 (auch in Verbindungen mit anderen Mineralen) als Silicat und gelöst in Wasser als Kieselsäure. Silicate machen über 90% der Erdkruste aus. Quarzsand, Bergkristall und Kiesel sind Silicate aus SiO2, bei farbigen Schmucksteine sind noch andere Minerale beteiligt.

Der Name leitet sich übrigens aus dem Lateinischen ab: silex = Fels, Kieselstein und silicia = Kieselerde.

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Ist natürlich immer natürlich?

Natürlich, naturidentisch, synthetisch – was steckt dahinter?

Jeder, der sich schon einmal mit Ernährung/Fütterung auseinandergesetzt hat, ist in der Werbung für Futtermittel bereits über diese Begriffe gestolpert und zwar in erster Linie bei den Ergänzungsfuttermitteln. Die sollen das in der Ernährung Fehlende ergänzen und die Wertigkeit der Zusätze zu betonen, fördert natürlich den Umsatz.  So werden dann die Begriffe auch nicht wertfrei benutzt. Natürlich suggeriert gute Qualität, synthetisch oder künstlich ist negativ belegt und naturidentisch liegt irgendwo dazwischen und hört sich irgendwie nach nachgebaut an, ohne dass jemand weiß, was das alles eigentlich bedeutet. „Ist natürlich immer natürlich?“ weiterlesen

MSM und DMSO

MSM und DMSO – Methylsulfonylmethan und Dimethylsulfoxid

Viele Tierbesitzer vor allem Pferdehalter und Reiter kennen DMSO = Dimethylsulfoxid. Es wird u.a. als verschreibungspflichtiges Pharmakon mit entzündungshemmender und schmerzstillender Wirkung eingesetzt – vor allem bei Pferden zur äußerliche Anwendung bei Problemen des Bewegungsapparates. Systemisch hat es eine geringe Toxizität, lokal eine hohe. Erwähnt sei es hier wegen der chemischen Ähnlichkeit zu MSM = Methylsulfonylmethan (oder auch Dimethylsulfon genannt), das im Gegensatz zu DMSO frei verkäuflich ist als Nahrungsergänzung und gerne mit gleicher „Indikation“ für Mensch und Tier beworben wird. „MSM und DMSO“ weiterlesen

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