Diabetes und Blasenentzündung

Blaseninfektion behindert Diabetes-Therapie

Sie treten oft zusammen auf und schaukeln sich gegenseitig hoch, diese beiden Erkrankungen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zutun zu haben scheinen. Eine unerkannte Infektion der Harnwege (bzw. überhaupt des Urogenitaltraktes) kann die ganze Diabetesbehandlung durcheinanderbringen. Wie hängt das zusammen?

1. Diabetes mellitus geht mit einer Schwächung des Immunsystems einher. Die Anfälligkeit für Infektionen steigt.

2. Bei grundsätzlich jeder Entzündung steigt der Blutzuckerspiegel an. Das ist ganz normal und bedeutet noch nicht, dass man an Diabetes erkrankt ist, es erhöht aber bei bestehendem Diabetes den Insulinbedarf.

3. Eine eventuell schon vorliegende diabetesbedingte Neuropathie verhindert, dass Schmerzen wahrgenommen werden.  Und das ist das wirklich Tückische. Man kommt nämlich kaum auf die Idee, nach einer Harnwegsinfektion zu fahnden. Man fragt sich dann nur, warum die hohen Insulingaben anscheinend wenig bewirken, warum der Blutzuckerspiegel so hoch bleibt.

Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist alleine mit steigenden Insulingaben nicht zu bewältigen.

Wann immer die Reaktion auf Insulin unzureichend erscheint, sollte auf eine Harnwegsinfektion untersucht werden. Ist diese erfolgeich therapiert, spricht der Patient auch wieder normal auf die Insulingaben an und die Dosis kann u.U. sogar reduziert werden.

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