Homöopathie und Barfen

Homöopathie und Barfen

Mancher Leser wird sich fragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Barfen bietet alle Möglichkeiten auf individuelle Besonderheiten seitens des Tieres einzugehen. Neben diesem und anderen Vorteilen ist es auch die ideale begleitende Fütterungsmethode bei einer homöopathischen Behandlung. Nicht etwa weil sich beides so gut verträgt, sondern weil man darauf Rücksicht nehmen kann, welche Nahrungsmittel die Wirkung bestimmter Mittel beeinträchtigen. Hier kann viel zur Heilung beigetragen werden!

Hahnemann hat ausführliche Diätvorschriften hinterlassen, um jede Störung der homöopathischen Therapie auszuschließen. Nichts sollte die Wirkung der Homöopathie schmälern oder verfälschen. Vieles davon hat für die Behandlung des Tieres keine Relevanz, Alkohol und Tabak spielen z.B. keine Rolle. Davon abgesehen gibt es aber Zusammenhänge zwischen der Wirkung einzelner Mittel und bestimmten Nahrungsmitteln, die durchaus auch Bedeutung für die Fütterung unserer Tiere haben.

Verschlechterung (agg.) durch Nahrungsmittel

So haben sich in Prüfungen Verschlechterungen von Krankheitszuständen (und damit auch von Arzneimitteln) durch bestimmte Nahrungsmittel ergeben. Wird ein Krankheitszustand durch ein bestimmtes Nahrungsmittel nachteilig beeinflußt, so beeinträchtigt dieses Nahrungsmittel auch die Wirkung des Simillimums. Das Nahrungsmittel bewirkt eine Verschlechterung des Zustandes, den zu heilen die homöopathische Arznei bemüht ist. Arznei und Nahrungsmittel wirken gegeneinander. Welche Bedeutung das im Einzelfall hat, ist schwer abzuschätzen. Ein Verzicht auf die entsprechenden Nahrungsmittel für die Behandlungsdauer ist sicherlich vorteilhaft und kann die Heilung nur beschleunigen. Die individuelle Zusammenstellung des Kostplanes beim Barfen bietet hier alle Möglichkeiten!

Beispiele für Verschlechterungen durch bestimmte Nahrungsmittel: Die Wirkung von nux-v. wird durch Ingwer beeinträchtigt, die Wirkung von rhus-t. durch Joghurt. Bry. und Hühnchen und lyc. und Karotten und Obst sind ebenfalls keine guten Kombinationen.

So sollte bei einem Hund, der mit lyc therapiert wird, beim Barfen auf Obst und Karotten verzichten werden, was ja nicht unbedingt ein Problem darstellt.

Es gibt natürlich auch den Fall, dass man auf ein bestimmtes Nahrungsmittel im Rahmen einer speziellen Organdiät nicht verzichten kann oder will, denkbar wäre da z.B. Reis im Rahmen einer Nierendiät. Wird nun ein Mittel verabreicht, dass eine Verschlechterung durch Reis erfährt (bry. Ign. kali-n. puls. sulph. tell.), sollte man das bei Potenzwahl und Dosierung berücksichtigen, da sich die Stärke der Mittelwirkung so steuern läßt.

Die Verschlechterungen lassen sich nicht durch Verdauungs- oder Stoffwechselprobleme erklären, es muss keine offensichtliche und/oder bekannte Unverträglichkeit vorliegen!

Wo finden wir die entsprechenden Informationen?

Im Repertorium gibt es unter Allgemeines ein Kapitel Speisen und Getränke. Hier gibt es Rubriken (einzelne Nahrungsmittel) in denen jeweils die betreffenden Mittel aufgeführt sind.

Hier einige Beispiele für Rubriken:

Allgemeines – Speisen und Getränke – Paprika (Gemüse) – agg.: Arg-met. Arg-n. Arg-p.
Allgemeines – Speisen und Getränke – Pflaumen – agg.: agar. Ars. ham. mag-c. Merc-c. puls. rheum
Allgemeines – Speisen und Getränke – Reis – agg.: bry. Ign. kali-n. puls. sulph. tell.
Allgemeines – Speisen und Getränke – Rindfleisch – agg.: kali-n. staph.

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