Hormontherapie und Miasmen

Hormonpräparate und ihre Auswirkungen

Hormonpräparate werden im Wesentlichen zur Substitutionstherpaie eingesetzt oder um das Fortpflanzungsgeschehen zu steuern. Wie ist das mit homöopathischen Therapien vereinbar? Wird da möglicherweise der Grundstein für andere Störungen/Krankheitsveranlagungen gelegt?

Substitution oder Manipulation

Substitutionstherapie bedeutet, dass eine unzureichende Hormonproduktion des Körpers z.B. bei Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus durch Hormongaben ausgeglichen wird. Das ist keine Behandlung der Grunderkrankung, es werden nur fehlende Hormone ersetzt. Nachteilige Folgen sind von der eigentlichen Hormonwirkung nicht zu erwarten, allenfalls davon, dass es sich um etwas Körperfremdes handelt, das da zugeführt wird. Produktionsbedingte Spuren von Begleit- oder Hilfsstoffen sind möglich und könnten unerwünschte Reaktionen auslösen.

Mit passenden Geschlechtshormonen läßt sich Brunst und Follikelreifung und der verhindern oder auslösen, chemische Kastration männlicher Tiere und Synchronisierung der Trächtigkeit bei Tierbeständen in der Nutztierhaltung  werden praktiziert.

Hormone und Miasmatik

Mit Hormongaben wird Einfluss auf das Endokrinum, auf den Hormonhaushalt und damit auf den gesamten Organismus und alle Lebensvorgänge genommen. Hormone sind neben Nervenimpulsen DIE Informationsvermittler im Organismus. Die hormonelle Signalübertragung beeinflusst Wachstum, sexuelle Differenzierung und Pubertätsentwicklung, die Homöostase des Stoffwechsels und die Anpassung an Stresssituationen sowie auch die psychische und soziale Entwicklung. Endokrine Erkrankungen können Wachstum und Entwicklung tiefgreifend verändern. Hormongaben an gesunde Individuen provozieren künstlich erzeugte hormonelle Störungen!

Jede Hormongabe greift tief in die Regulationsmechanismen des Stoffwechsels ein – und das nicht nur an der Stelle, die man vorrangig im Auge hat. Entsprechend weitreichend können die Nebenwirkungen bzw. – im Sprachgebrauch der Homöopathen – die Arzneikrankheiten sein, die durch Hormongaben ausgelöst werden.

Was miasmatisch hinter den Störungen steckt

Die Ursachen einer unzureichende Hormonproduktion können ganz verschieden sein und entsprechend unterschiedlichen miasmatischen Hintergrund haben:

Folge einer Hypoplasie der Hormondrüse: aktives Miasma Sykose
Folge einer Entzündung oder Funktionsstörung: aktives Miasma Psora
Folge einer Atrophie: aktives Miasma Syphilinie

Das unzureichende Ansprechen auf ausreichende Hormonproduktion infolge eines erworbenen oder angeborenen Rezeptormangels ist als Symptom der Syphilinie zu sehen. Der Ausgleich strebt der Organismus durch Hormonüberproduktion (sykotisch) an, da ihm ein Mangel signalisiert wird!

Hormongaben aktivieren Psora oder Sykose

Das Herbeiführen einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit eines gesunden Individuums (chemische Kastration) ist als gezieltes Auslösen einer Kunst- oder Arzneikrankheit mit dem Symptom Unfruchtbarkeit zu werten. Günstigstenfalls ist dies dann eine vorübergehende Funktionsstörung, könnte aber auch irreversibel werden, wenn der Einfluß nicht ausgelöscht werden kann. Hypoplasie und Atrophie der Eierstöcke und Hoden sind denkbar.  In jedem Fall gehen damit weitere körperliche Veränderungen sowie bei heutigen Haltungsbedingungen  auch erwünschte und begrüßte Verhaltensveränderungen einher, die im eigentlichen Sinne aber Symptome der Arzneikrankheit sind.

Miasmen: Psora, Sykose, bei Atrophie auch Syphilinie

Die Steuerung der Follikelreifung  zur Vorbereitung von Bedeckungs- oder Besamungsterminen ist demgegenüber ein kleinerer (weil kurzer) Eingriff in das Endokrinum. Miasmatische Folge kann eine Aktivierung der Psora sein, wie sie auch durch die Trächtigkeit ausgelöst werden kann. Eine Aktivierung der Sykose ist denkbar bei entsprechender Vorbelastung. Sicherlich ist es auch ein Unterschied, ob es sich um ein einmaliges Geschehen  oder eine ständig wiederholte Maßnahme handelt. Zur Auslösung des Eisprungs wird übrigens  PMSG (Pregnant mare’s serum gonadotropin) eingesetzt, dass unter sehr fragwürdigen und tierschutzrelevanten Bedingungen aus dem Blut trächtiger Stuten in Südamerika gewonnen wird. Dazu mehr in einem anderen Beitrag.

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