Leberkrebs und Homöopathie

Leberkrebs: Prophylaxe und Therapie mit Homöopathie

Gelber Azofarbstoff, Methylgelb, wurde vor Nachweis der Toxizität als Lebensmittelfarbstoff verwendet. Nachweislich löst es bei Mäusen Leberkrebs aus. Phenobarbital (Barbiturat z.B. Luminal R) treibt die Entwicklung voran. Diese Zusammenhänge hat man in zahlreichen Studien ausgenutzt, um bei Mäusen den Effekt verschiedener Potenzen homöopathischer Mittel als Leberschutz vor Cancerogenen bzw. als Therapeutikum bei Leberkrebs zu prüfen.

Lycopodium, Chelidonium, Natrium-sulfuricum, Cholesterinum, Carcinosinum

So hat man in einer Studie über 120 Tage einer Mäusegruppe die Cancerogene verfüttert und einer anderen Gruppe die Cancerogene zusammen mit Lyc 30. Dabei konnte Lyc ein beträchtliches Potential als Leberschutz vor der canzerogenen Wirkung der Toxine zeigen.

Studie Lycopodium 30

In einer anderen Studie wurden Carcinosin 200 and Chelidonium 200 in einer entsprechenden Versuchsanordnung getestet. Auch hier zeigte sich eine deutlich protektive Wirkung bei beiden Mitteln. Der Effekt verstärkte sich leicht, wenn beide Mittel intermittierend gegeben wurden. Aus dieser Studie wird die Empfehlung abgeleitet, Carcinosinum oder Chelidonium ergänzend oder alternativ in der Leberkrebstherapie einzusetzen, insbesondere als palliative Maßnahme.

Studie Carcinosin 200, Chelidonium 200

Ebenfalls getestet wurde Chelidonium Urtinktur: Die Ergebnisse zeigen eine Anti-Tumorwirkung, eine anti-genotoxische Wirkung und einen Leberschutzeffekt. Die gleiche Wirkung zeigte sich auch für Chelidonium 30 und 200. 40% der Mäuse, die die cancerogenen Substanzen und Chelidonium erhielten, entwickelten keinen Leberkrebs, aber alle Mäuse die nur das Cancerogen + Phenobarbital erhielten. Alle drei Substanzen werden als geeignet zur Vorbeugung und Verzögerung einer Leberkrebserkrankung gesehen.

Studie Chelidonium Urtinktur

Studie Chelidonium 30, 200

Eine ähnliche Studie wurde mit Natrium-sulfuricum und Cholesterinum durchgeführt. Die Mittel wurden einzeln (nat-s C30, C200, chol C200) und in Kombination mit intermittierender Verabreichung (nat-s 30 + chol 200; nat-s 200 + chol 200) geprüft. In allen Fällen war eine deutliche Verbesserung der Leberwerte zu verzeichnen. Die größte hepatoprotektive Wirkung gegen die Cancerogene zeigte die intermittierende Verabreichung der Kombinationen von nat-s und chol.

Studie Natrium-sulfuricum und Cholesterinum

Auch die intermittierende Verabreichung von Carc 200 und Nat-s zeigte sich wirkungsvoller als die Verabreichung nur eines Mittels. Genotoxizität,  Zytotoxizität und Hepatotoxizität der Carzinogene konnten zusätzlich gesenkt werden.

Studie Natrium-sulfuricum, Carcinosinum

Hier die Leberkrebs-Rubrik aus dem Synthesis

Abdomen – Krebs – Leber (Synthesis): ars cadm-act Cadm-a cadm-br cadm-chl cadm-f cadm-gl cadm-i cadm-m Cadm-met cadm-n cadm-o Cadm-p Cadm-s cad-sel Calc-ar carc card-m CEAN CHEL chion chol Con euph hydr kali-m lach Lyc myric nit-ac phos Scir solid ther

Bis auf das nat-s sind die erwähnten Mittel hier zu finden. In der Rubrik Beschwerden der Leber (insgesamt 225 Mittel im Synthesis) ist nat-s. allerdings 3-wertig vermerkt.

Leberkrebs bei Tieren

Spontaner Leberkrebs (also nicht im Tierexperiment ausgelöst) ist keine Seltenheit. Er kommt beim Rind, beim Pferd, beim Hund und seltener bei Katze, Kaninchen u.a. vor. Man unterscheidet den primären Leberkrebs von Tumoren mit Leberbeteiligung und Tumoren anderer Organe, die in die Leber streuen. Meist sind Tiere höheren Alters betroffen.

Was man sich selten klar macht: Jede einzelne Leberzelle kommt mit absolut allem, was in der Nahrung enthalten ist, und mit allem, was dem Körper über Atemluft, Medikamente, Injektionen und Aufnahme über die Haut zugeführt wird, in Kontakt. Lebertoxische Substanzen erreichen die Leber in jedem Fall. Viele Substanzen werden auch erst durch die Verstoffwechselung in der Leber lebertoxisch.

Alle Umbau-, Abbau- und Entgiftungsvorgänge des Stoffwechsels laufen in der Leber ab. Die Leber spielt eine entschiedende Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Sie produziert Hormone, mischt bei der Blutgerinnung mit, im Vitamin- Mineral- und Wasserhaushalt. Bedenkt man die zentrale Stellung, die die Leber im Stoffwechselgeschehen einnimmt, verwundert es nicht, wie vielfältig (aber auch unspezifisch) die Symptome durch die herabgesetzte Leberleistung sein können. Am häufigsten zeigen die betroffene Tiere Inappetenz, Abgeschlagenheit, großen Durst und Erbrechen.

Lebertoxische Substanzen gibt es viele z.B. Aflatoxine, Arsen, Nitrosamine. Pferd und Rind reagieren außerdem mit Leberkrebs auf das Jakobskreuzkraut. Bei Hunden besteht auch ein Zusammenhang zwischen Darmparasitosen (Ancylostoma caninum und Trichuris vulpis) und Gallengangskarzinom.

Die Leber gehört zum Verdauungs(=Gastrointestinal)trakt und spielt auch bei der Verdauung wie der Verwertung der Nahrung eine tragende Rolle. Ausfälle machen sich also auch hier bemerkbar.  Durch spezielle Ernährungsmaßnahmen kann man die Leber entlasten.

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