Ernährung Hund und Katze 1

Onlinekurs Ernährung von Hund und Katze 1

Behandelt werden die allgemeinen Anforderungen an die Fütterung und die ernährungsphysiologischen Grundlagen der Ernährung: die Zusammensetzung der Nahrung und der Aufbau der Nährstoffe Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß; die Verdauung der Nahrung, die Aufnahme der Nähr- und Wirkstoffe in den Körper und die Beeinflussung von Verdauung und Resorption durch die Nahrungszusammensetzung, die Verwertung im Stoffwechsel, Energiestoffwechsel, Eiweißstoffwechsel, Nukleinsäurenstoffwechsel, Vitaminstoffwechsel, Mineralstoffwechsel. Welche Nähr- und Wirkstoffe brauchen Hund und Katze, was muss ihre Nahrung enthalten?

Skript 35 Seiten, Tests mit 60 Kontrollfragen
Kursdauer 2 Wochen, anzurechnende Stunden 12

Das Inhaltsverzeichnis des Skriptes

1. Einleitung
2. Bauprinzip und Stoffwechsel lebender Organismen
3. Die Zusammensetzung der Nahrung
3.1. Proteine = Eiweiß
3.2. Kohlenhydrate
3.3. Fette
4. Verdauung und Resorption
4.1. Anatomie des Verdauungstraktes
4.2. Physiologie der Verdauung:
4.3. Zum Unverdauten
5. Verwertung der Nähr- und Wirkstoffe im Stoffwechsel
5.1. Energiewechsel
5.2. Eiweißstoffwechsel
5.3. Nukleinsäurenstoffwechsel
5.4. Vitaminstoffwechsel
5.5. Mineralstoffwechsel

Leseprobe

Hund und Katze gehören zu den Carnivoren, den Fleischfressern. Korrekterweise würde man den Hund zu den Omnivoren, den Allesfressern (wie Mensch und Schwein) rechnen. Im Gegensatz zur Katze, die sich wirklich nur von Beutetieren ernährt, frisst der Hund zusätzlich pflanzliches Material. Der Verdauungstrakt der Fleischfresser ist im Gegensatz zu dem der Pflanzenfresser kurz. Die Zeit, die die Nahrung benötigt, um den Verdauungstrakt zu durchlaufen, ist entsprechend wesentlich kürzer.
Tierartliche Unterschiede im Bau des Verdauungstraktes bedingen ganz unterschiedliche Schwachpunkte und Anfälligkeiten: Engpässe führen leicht zu Verstopfungen, lockere Aufhängungen geben Anlass zu Drehungen und Verlagerungen. Die Unfähigkeit zur Magenentleerung (Erbrechen) kann leicht zum Riss des Magens durch Überdehnung führen.
In der Natur ist der Tisch für alle Tiere einer Art gleich gedeckt. Mit Ausnahme der Säuglinge, die Milch bekommen, (oder im Fall des Hundes vorverdautes, herausgewürgtes Futter), steht für junge, alte, gesunde, kranke Tiere die gleiche Futtergrundlage zur Verfügung. Der eine frisst mehr, der anderer weniger. Spezialfutter für bestimmte Erfordernisse gibt es nicht. Wer zu schwach ist oder unfähig, das zur Verfügung stehende Futter zu kauen, zu verdauen oder auszuwerten, stirbt. Dies zeigt zum einen die Unsinnigkeit auf, gesunde Tiere mit einer Vielzahl von speziellen Fertigfuttern zu versorgen. Das ist überflüssig. Es zeigt zum anderen aber auch, dass eine natürliche Ernährung und Fütterung im Krankheitsfall nicht unbedingt lebensverlängernd wirkt. Das Eingehen auf die individuellen Gegebenheiten kann im Krankheitsfall – auch wenn man sich dabei von einer artgerechten, natürlichen Fütterung entfernt – die Lebensspanne deutlich verlängern. Ähnlich sieht es aus, wenn vom Tier eine unnatürliche Leistung verlangt wird, die in der Natur so nicht vorgesehen ist. Auch hier muss dem erhöhten Bedarf an einzelnen Nährstoffen durch ein gezieltes Zufüttern Rechnung getragen werden. Auch dabei entfernt man sich von einer „natürlichen“ Ernährung.
Das Problem ist nun zum einen die Feststellung des Bedarfs (die gar nicht so eindeutig zu treffen ist) und zum anderen das Wissen um die Zusammensetzung der Nahrung. Was tun, wenn der Großteil der Tiere einer Art unter menschlicher Obhut keine Anzeichen eines Mangels zeigt? Wenn die Tiere anscheinend durchweg gut genährt und ohne Mangelerscheinungen leben? Dann bleibt nur das Experiment im Labor, der Tierversuch. Ein Tier wird gezielt mangelernährt und wenn dann Mangelerscheinungen auftreten wird die betreffende Substanz zugelegt, bis die Mangelerscheinungen wieder verschwinden. Die Menge der Substanz, die das bewerkstelligt, wird dem Bedarf gleichgesetzt und findet sich fortan in den Bedarfszahlen für die betreffende Tierart wieder. Eigentlich müsste immer dabei stehen: Im normalen Hunde-/Katzenleben bei üblichen Fütterungsmethoden wird kein Mangel beobachtet. Das steht aber nicht dabei. Diesen Hinweis findet man nur in etwas ausführlicheren Werken zur Fütterung. Der bemühte Tierbesitzer schaut nun in die Tabelle, findet dort die Bedarfszahl und fragt sich, ob sein Tier auch genug davon bekommt. Er fragt sich das oft ohne jeden Hinweis auf eine Mangelversorgung, einfach weil er es besonders gut machen möchte. Er fragt es sich erst recht bei gesundheitlichen Problemen. Und schon steht er vor dem nächsten Problem: wie viel von der fraglichen Substanz ist in welchem Nahrungs-/Futtermittel drin? Das lässt sich mit gezielten Analysen bestimmen, es gibt umfangreiche Tabellenwerke dazu. Alles ganz einfach denkt der Tierbesitzer nun, ich muss nur vergleichen und ein bisschen rechnen und dann stelle ich das Futter entsprechend zusammen. Leider ist es aber so, dass das, was in einem Nahrungs-/Futtermittel drin ist, noch lange nicht in vollem Umfang vom Tier ausgenutzt werden kann. Bei den Zahlen, die man liest, weiß man nie, sind die entsprechend korrigiert oder nicht. Nun denkt sich der findige Heimtierbesitzer, dann nehme ich doch besser ein Fertigfutter, da steht drauf, was drin ist, da ist alles drin, was gebraucht wird, und ich bin die Sorgen los. Vielleicht…vielleicht aber auch nicht. Mangelernährungen sind nicht zu befürchten, aber das, was drauf steht, ist noch lange nicht drin und selbst wenn es drin ist, ist es noch lange nicht verfügbar. Viele Zutaten sind für die betroffene Tierart eher weniger geeignet. In krassen Fällen merkt man das daran, dass der Kot breiig bis flüssig wird, stinkt, großen Umfang annimmt. Hier lässt der Gesetzgeber den Herstellern nämlich soviel Spielraum, dass jeder Dreck noch als Tierfutter durchgehen kann. Der Bedarf wird rein rechnerisch gedeckt, aber man fragt besser nicht nach wie und womit. Mit artgerechter Ernährung hat das oft wenig gemein. Und die Mängel in der Qualität werden durch diverse Zusatzstoffe ausgeglichen. Aromen täuschen Geruch und Geschmack von Zutaten vor, die gar nicht enthalten sind, die Farbe wird manipuliert und Konservierungs- und Hilfsstoffe machen den chemischen Cocktail perfekt. Der eine Tierorganismus kommt damit klar, der andere reagiert auf die Chemie mit Allergien oder langfristigen Gesundheitsschäden.
Bedenken sollte man auch die unkalkulierbare Art und Menge von Zusatzstoffen, die schon den verschiedenen Rohstoffen zugesetzt werden. Gerade bei Sojaprodukten und Mais und zunehmend auch bei den Zusatzstoffen ist außerdem mit Genmanipulation zu rechnen. Hier unterscheidet sich die Tierfütterung in ihrer Problematik nicht von der menschlichen Ernährung.
Manche Tierbesitzer gehen den anderen Weg: Sie schauen sich an, wie das entsprechende Wildtier sich ernährt und bemühen sich, diese Ernährung nachzuvollziehen. Hund und Katze ernähren sich vorzugsweise von Beutetieren, diese sind roh und werden mit Haut und Haaren verspeist. Der pflanzliche Magen-Darminhalt ist ebenfalls roh, allerdings vorverdaut. Die Anhänger dieses Weges finden sich unter den Barfern (biologisch artgerechte Rohfütterung). Hier wird nicht berücksichtigt, dass der Hund sich immer mehr an die menschliche Ernährung angepasst hat, so dass die Rohfütterung für den Haushund eben nicht mehr so ganz artgerecht ist. Viele Hunde vertragen die Rohfütterung nicht, lassen sich auch nicht langsam darauf umstellen. Außerdem ist es nicht so einfach, ein Beutetier „nachzumachen“ aus menschlichen Nahrungsmitteln. Hier muss man dann doch deutliche Kompromisse schließen.
Was ganz wichtig ist: Nicht alles, was für die eine Tierart (oder gar den Menschen) gut ist, ist es auch für eine andere Tierart. Es gibt ganz große Unterschiede zwischen Pflanzenfressern, Fleischfressern und Allesfressern. Aber auch innerhalb dieser Gruppen gibt es große Unterschiede. So z.B. zwischen Hund und Katze. Und das betrifft die Nahrung wie die Zusatzstoffe und sogar die Medikamente. Die Aufnahme in den Körper, der Nutzen für den Körper und die Schädlichkeit bzw. Giftigkeit variiert von Tierart zu Tierart. Aber auch die individuellen Reaktionen bei den Vertretern einer Art können ganz unterschiedlich sein. Das ist hinsichtlich der Zusatzstoffe in Tierfutter und Nahrungsmitteln wichtig zu wissen. Konservierungsstoffe, die für die menschliche Ernährung gesetzlich zugelassen sind, sind für die Katze giftig. Was der Hund verträgt, ist für die Katze u.U. unbekömmlich.

Sie möchten sich zum Kurs Ernährung von Hund und Katze I anmelden?

Benutzen Sie das folgende Anmeldeformular und schauen Sie in Ihr Postfach! Anmeldebestätigung und Rechnung gehen Ihnen per Email zu.

Hiermit melde ich mich zum Onlinekurs 'Ernährung von Hund und Katze I' (Kursgebühr 79€) an.

Anrede (Pflichtfeld)

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihr Vorname (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung habe ich Kenntnis genommen.