Ernährung von Hund und Katze 2

Onlinekurs Ernährung von Hund und Katze 2

Im 2. Kursteil zur Ernährung von Hund und Katze geht es um die Bestimmung der Nahrungsinhaltsstoffe (Weender-Analyse) und den quantitativen Nähr- und Wirkstoffbedarf von Hund und Katze. Und darum, was wie gefüttert werden kann (roh/gegart) und welche möglichen Futtermittel/Futtermittelkomponenten es gibt. Wir besprechen geeignete und ungeeignete Lebensmittel, Nebenerzeugnisse der Lebensmittelherstellung/Einzelfuttermittel, tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse und auch Fertigfutter/Mischfuttermittel. Futtermittelbeurteilung und Vergleich.
Fütterungspraxis: Rationsgestaltung, Fütterungsprobleme/Fütterungsfehler, Rezepte für den gesunden Hund/die gesunde Katze, Erhaltungsbedarf, Leistungsbedarf, Fütterung des alten Tieres, Fütterung bei Übergewicht.

Skript 56 Seiten. Wir erarbeiten Excel-Tabellen zur Berechnungen von Fertigfutter/Rationen. Aufgaben zur Beurteilung von Deklarationen
Kursdauer 2 Wochen, anzurechnende Stunden 20

Das Inhaltsverzeichnis des Skriptes

1. Die Analyse der Nahrung – die quantitative Bestimmung der Inhaltsstoffe
2. Der Nährstoffbedarf von Hund und Katze– qualitativ und quantitativ
3. Was kann gefüttert werden?
3.1. Lebensmittel
3.2. Nebenerzeugnisse der Lebensmittelherstellung/Einzelfuttermittel
3.2.1. Tierische Nebenerzeugnisse
3.2.2. Pflanzliche Nebenerzeugnisse
3.3. Mischfuttermittel
4. Futtermittelbeurteilung und Vergleich
5. Fütterungspraxis
5.1. Rationsgestaltung
5.2. Fütterungsprobleme/Fütterungsfehler
5.3. Rezepte für den gesunden Hund, die gesunde Katze
5.3.1. Erhaltungsbedarf
5.3.2. Leistungsbedarf
5.3.3. Fütterung des alten Hundes/der alten Katze
5.3.4. Fütterung bei Übergewicht

Leseprobe

Die Analyse der Nahrung – die quantitative Bestimmung der Inhaltsstoffe

Um den Nährstoffgehalt, die Zusammensetzung eines Futtermittels einfach abzuschätzen, greift man auf die WEENDER-Analyse zurück. Das ist ein Verfahren, das schon seit 1864 existiert, seine bekannten Mängel hat, aber einfach und kostengünstig durchzuführen ist. Die Futtermittel werden dabei einer ziemlich groben chemischen Analyse unterworfen, um festzustellen, wie viel Protein, Fett, Eiweiß, Mineralien enthalten sind. Kritisch zu beurteilen ist, dass nicht nur ernährungsrelevante Stoffe in diese Bestimmungen eingehen, sondern auch Stoffe als wichtige Nährstoffe erfasst werden, die keine sind. Das liegt an der chemischen Ähnlichkeit vieler Nahrungsbestandteile mit anderen Stoffgruppen, die bei den chemischen Analysen mit erfasst werden. Die Ergebnisse dieser Weender-Analyse finden wir auf allen Verpackungen von Futtermitteln, auf Dosen, Säcken, Tüten und Schachteln als Zahlenangaben von Rohprotein (Rp), Rohfett (Rf), Rohasche (Ra), Rohfaser (Rfa), Feuchtigkeit.
Diese Rohnährstoffe sind (selbst unter der Voraussetzung, dass es wirklich alles Nährstoffe sind, die da bestimmt wurden) nach dem in den vorigen Kapiteln Ausgeführten aber nun nicht alle verdaulich und verwertbar. Nicht alles, was verdaut -sprich zerlegt- wurde, wird auch tatsächlich resorbiert. Deshalb die Bezeichnung der „Roh“nährstoffe. Will man den wirklichen Nährwert eines Futters bestimmen, müssen diese Zahlen also noch korrigiert werden. Man muss dazu feststellen, wie viel wirklich im Körper drin bleibt. Und das macht man experimentell, indem man den Anteil der mit dem Kot ausgeschiedenen Nährstoffe bestimmt. Alles andere ist verdaulich.
Die Verdaulichkeit der Nährstoffe unterscheidet sich ganz wesentlich nach Tierarten. Was für ein Rind verdaulich ist, ist für die Katze total unverdaulich. Für die Berechnung der Verdaulichkeit gibt es Formeln, die auf den Untersuchungen bei den verschiedenen Tierarten beruhen. Berücksichtigt man die Verluste mit dem Kot, erhält man nun Angaben zu den verdaulichen Rohnährstoffen: verdauliches Rohprotein – verd. Rp, verdauliches Rohfett – verd. Rf, verdauliche Rohfaser – verd. Rfa, verdauliche Rohasche – verd. Ra und verdauliche Energie – immer nur Mittelwerte, die für das gesunde Tier gelten. Beim einzelnen Individuum können die Verhältnisse ganz anders aussehen.
Nimmt man es ganz genau, muss man auch noch die scheinbare von der wahren Verdaulichkeit unterscheiden. Bei den Kohlenhydraten bin ich darauf schon kurz eingegangen. So sind Pflanzenfasern tatsächlich nicht verdaulich. Da sie aber teilweise von den Darmbakterien verwertet werden können, werden sie nicht in vollem Umfang wieder ausgeschieden. Es wird eine scheinbare Verdaulichkeit erfasst, die tatsächlich gar nicht stattfindet. Verwertung durch die Bakterien ist nämlich nicht gleichzusetzen mit Verdauung!! Immerhin können durch solche bakterielle Verwertung Fettsäuren in einem Umfang zur Verfügung gestellt werden, dass 7% des Grundenergiebedarfs auf diese Weise gedeckt werden. Außerdem versorgen diese Fettsäuen auch die Darmwand mit Energie.
Bei Fetten und Eiweiß ist es eher andersherum. Da ist die scheinbare Verdaulichkeit oft kleiner als die tatsächliche. Hier gehen z.B. Absonderungen und Abschilferungen der Schleimhaut, Verdauungssäfte mit in die Berechnung der Ausscheidungen ein, die ja gar nicht mit der Nahrung zugeführt wurden.
Nicht alle Nährstoffe, die nach erfolgter Resorption nun ins Köperinnere gelangt sind, stehen dem Organismus aber auch tatsächlich zur Energiegewinnung oder zum Muskelaufbau etc. zur Verfügung. Einige Nährstoffe werden über den Harn wieder ausgeschieden. Dieser Anteil muss nun noch abgezogen werden, will man den tatsächlich möglichen Wert eines Futters für den Organismus bestimmen. Nach diesen Berechnungen erhält man Werte für die umsetzbaren Nährstoffe: umsetzbares Rohprotein – uRp, umsetzbares Rohfett – uRf, umsetzbare Rohfaser – uRfa, umsetzbare Rohasche – uRa und umsetzbare oder metabolisierbare Energie UE oder ME.
Hier noch genauere Informationen zur Weender-Analyse, die die Tücken dieser Angaben und ihre mitunter geringe Aussagekraft deutlich machen…..

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