Arzneikrankheiten

Onlinekurs Arzneikrankheiten

Der Kurs beschäftigt sich mit den Folgen der Verabreichung von Medikamenten: homöopathischen Arzneien, pflanzlichen Drogen, Chemotherapeutika, Schmerzmitteln, Betäubungsmitteln, Hormonen etc., mit Wirkungen und Nebenwirkungen und Therapieansätzen. Ob die Arzneikrankheit heilt oder den Krankheitszustand verschlechtert oder die Krankheit sogar unheilbar macht, hängt von der Ähnlichkeit der Arzneikrankheit zur natürlichen Krankheit ab und von Dosierung und Wiederholung.
Mit ausführlichen Übersichten zu Nebenwirkungen allopathischer Medikamente bei den Arbeitsmaterialien.

Skript 30 Seiten, Kontrollfragen
Kursdauer 1 Woche, anzurechnende Stunden 8

Inhaltsverzeichnis des Skriptes

1 Definition der Arzneikrankheit

2 Natürliche Krankheit und Arzneikrankheit
2.1 Gemeinsamkeiten
2.1.1 Gleiche Gesetzmäßigkeiten bei Entstehung und Heilung
2.1.2 Akut, chronisch und vererbbar
2.2 Unterschiede zwischen natürlicher und Arzneikrankheit
2.2.1 Gefährlichkeit
2.2.2 Verschiedene Auslöser der Arzneikrankheit

3 Schulmedizinisch-allopathische Therapien – Wirkungen und Nebenwirkungen
3.1 Chemotherapeutika
3.2 Antiphlogistika
3.3 Analgetika
3.4 Anästhetika
3.5 Sexualhormone

4 Therapie der Arzneikrankheit
4.1 Arzneikrankheit durch homöopathische Arznei ausgelöst
4.2 Arzneikrankheit durch allopathisch-grobstoffliche Medikation
4.2.1 Nebenwirkungen = Arzneikrankheit
4.2.2 Notwendigkeit und Gefahren der Therapie
4.2.3 Symptomenauswahl
4.2.4 Miasmatischer Charakter der Arzneikrankheit
4.2.5 2 Fallbeispiele

5 Repertoriumsrubriken und Mittel
5.1 Synthesis
5.2 Laborde: Klinische und miasmatische Materia Medica
5.3 Gienow: Miasmatisches Taschenbuch

Hier ein Auszug aus dem Skript:

Definition der Arzneikrankheit

Der Begriff Arzneikrankheit wird in der Homöopathie gebraucht für den Symptomenkomplex, den eine Arznei in Prüfungen und Praxis auslöst. Sie ist, wie wir dem einleitenden Vorwort aus dem Organon entnehmen können, nach Hahnemann’s Definition eine “das Befinden änderne Kraft”.

Die Arzneikrankheit ist eine Kunstkrankheit im Gegensatz zur natürlichen Krankheit des Patienten. Arzneikrankheit oder Kunstkrankheit wird vom Arzt induziert, ist genau genommen eine iatrogene Krankheit (iatrogen = altgriechisch „vom Arzt erzeugt“). So finden wir denn in der Literatur diese drei Begriffe auch nebeneinander: Arzneikrankheit = Kunstkrankheit = iatrogene Krankheit. Der Begriff iatrogene Krankheit umfaßt aber noch mehr als die Arzneikrankheit. Auch die Folgen von Impfungen (Vakzinosis) oder von operativen Eingriffen oder Bestrahlungen fallen darunter, worauf wir hier aber nicht eingehen werden.

Die Arzneikrankheit wird durch die Einnahme/Verabreichung einer Arznei ausgelöst. Sie umfaßt sämtliche Wirkungen der Arznei.

Als Einstieg in die Problematik der Arzneikrankheit hier ein Zitat Hahnemanns nach Keller (Gesammelte Aufsätze und Vorträge zur Homöopathie):
Die Heilung kommt dadurch zu Stande, daß die künstliche Arzneikrankheit, die an die Stelle der natürlichen Krankheit tritt, zwar stärker, aber auch sehr viel kurzlebiger ist und sehr bald von selbst wieder verschwindet, nachdem sie die natürliche Krankheit ausgelöscht hatte. Die künstlichen Krankheiten können wir, im Gegensatz zu den natürlichen, wählen und nach Wunsch verstärken oder abschwächen. Wir haben es in der Hand, je nach Dosis entweder eine natürliche Krankheit mit ihnen sanft und schnell zu heilen, oder eine Arzneikrankheit zu erzeugen, die die natürliche Krankheit an Gefährlichkeit und Dauer übertrifft, ja wir können sogar töten. Die Arzneikrankheit hat das Potential zur Heilung, kann schlimmstenfalls aber auch töten! Nur die der natürlichen Krankheit ähnliche (und stärkere) Arzneikrankheit kann diese heilen. Die Stärke der Arzneikrankheit kann gesteuert weren.
Die Arznei- oder Kunstkrankheit läßt sich beim Gesunden in der Prüfung und beim Kranken in der Therapie induzieren. Und zwar sowohl mit homöopathisch als auch mit allopathisch eingesetzten Arzneien, mit Homöopathika ebenso wie mit Chemotherapeutika oder Phytotherapeutika. Im Falle eines Chemotherapeutikums ist uns die Gefährlichkeit der Arzneikrankheit durchaus bewußt, was Phytotherapie und Homöopathie angeht, gehen wir mit der Arzneikrankheit wesentlich sorgloser um, sind die Medikamente nach landläufiger Meinung doch wesentlich harmloser.
Absolut jede Arznei, die die Kraft hat, das Befinden zu ändern, löst eine Arzneikrankheit aus.
In der homöopathischen Praxis/Therapie bei der Anwendung von Arzneien beim Kranken wird über die Kunstkrankheit als solche eigentlich nur gesprochen, wenn sie im Falle einer Heilung deutlich in Erscheinung tritt oder nicht heilend ist, wenn sie also der natürlichen Krankheit nicht ähnlich ist und das vorrangig im Zusammenhang mit allopathisch-schulmedizinischen Therapien bzw. als deren Folge. Damit bekommt die Bezeichnung Arzneikrankheit eine negative Bedeutung, steht sie doch dem Ansinnen der homöopathischen Heilung entgegen. Gerade auf die allopathisch-schulmedizinischen Therapien bzw. Medikamente werden wir später noch ausführlich eingehen. Aber auch der Mißbrauch homöopathischer Arzneien kann – wie wir sehen werden – zu schwerwiegender Arzneikrankheit führen und der Heilung der natürlichen Krankheit des Patienten ebenso im Wege stehen wie die Arzneikrankheit infolge einer Cortison- oder Antibiotikamedikation

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