Impfungen und Vakzinose

Onlinekurs Impfungen und Vakzinose

Die Geschichte der Impfungen; Impfung aus schulmedizinischer Sicht; Herstellung der Seren, Antigene, Hilfsstoffe, Adjuvanzien, Konservierungsmittel; akute Impfschäden, miasmatische Folgen von Impfungen (Vakzinose), homöopathische Behandlung von Impffolgen (Rubriken und Mittel), alternative Vorbeugung (Homöoprophylaxe) mit Nosoden. Erfahrungen und Empfehlungen verschiedener Autoren und umfangreiche Arbeitsmaterialen zum Thema.

Skript 27 Seiten, Test mit 29 Kontrollfragen
Kursdauer 1 Woche, anzurechnende Stunden 8

Das Inhaltsverzeichnis des Skriptes

1. Zur Geschichte der Impfung
2. Die ersten Impfungen aus Sicht der Homöopathie
3. Ein kleiner Ausflug in die Immunbiologie
4. Das Ziel der Impfung und wie es erreicht werden soll
5. Gewinnung/Herstellung von Impfseren
5.1. Die Gewinnung der Antigene
5.1.1 Attenuierung
5.1.2 Totimpfstoffe
5.2. Begleit- und Hilfsstoffe
5.2.1 Adjuvantien
5.2.2. Konservierungsmittel
6. Spezielle Infos zur Tetanus-Impfung
7. Nebenwirkungen und Impfreaktionen
8. Impfkrankheit = Vakzinosis
9. Homöoprophylaxe mittels Nosoden
10. Symptome der Vakzinosis
10.1. Hauterkrankungen
10.2. Andere charakteristische Symptome der Vakzinosis (erworben und heriditär)
10.3. Homöovakzinotika
10.4. Repertoriumsrubriken Impffolgen aus dem Synthesis

Aus dem Inhalt:  Zur Geschichte der Impfung

Das Thema Impfungen ist eng verknüpft mit der Thematik der Immunologie. Und es ist eng verknüpft mit den Pocken, einer der gefährlichsten Seuchen, an der noch bis ins 19. Jahrhundert hinein je nach Erregerstamm 10-30% der Erkrankten verstorben sind.
Die ältesten bekannten Aufzeichnungen, die Hinweise auf immunologisch relevante Phänomene enthalten, stammen aus dem Jahr 430 vor Christus. Der Geschichtsschreiber Thucydides stellte damals während der sogenannten Attischen Seuche in Athen zur Zeit des Peloponnesischen Krieges fest, dass nur Menschen für die Versorgung der Erkrankten in Frage kamen, welche die Krankheit selbst bereits durchgestanden und überlebt hatten. Offensichtlich machte das Durchstehen der Krankheit unempfindlich für eine erneute Erkrankung.
Aus der Zeit um das Jahr 100 vor Christus sind erste Berichte aus China zu einer gezielten Übertragung der Pocken auf gesunde Menschen zum Zweck der Vorbeugung bekannt. Chinesische Ärzte wählten zur Gewinnung des Impfstoffs Personen mit leichtem Krankheitsverlauf aus und entfernten Krustenstücke der Pocken dieser Infizierten. Die Stücke wurden zu einem Pulver zermahlen und in die Nase der zu impfenden Person eingeführt.
Weite Verbreitung erlangte schließlich das Verfahren, bei dem Eiter von leicht Erkrankten mit einer Nadel auf Gesunde übertragen wurde, unter der Bezeichnung „Variolation“ seit dem 15. Jahrhundert vor allem in China, Indien und der Türkei. Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des britischen Botschafters in Konstantinopel, berichtete 1718, dass die Türken sich in ähnlicher Weise den Körperflüssigkeiten von leicht Infizierten aussetzten und wendete diese Methode bei ihren eigenen Kindern an, wodurch die Variolation etwa 1722 in England Einzug hielt und sich schließlich auch im Rest Europas verbreitete.

Variola = Menschenpocken
Variolation= Impfung mit dem Variola-Virus = Lebendimpfung

Der englische Landarzt Edward Jenner (1749–1823) stellte schließlich fest, dass Melkerinnen, die sich mit den für Menschen harmlos verlaufenden Kuhpocken infiziert hatten, bei den damals häufig auftretenden Pockenepidemien verschont blieben oder nur leichte Krankheitsverläufe zeigten. Nach intensiver Beobachtung dieses Phänomens impfte er am 14. Mai 1796 einen gesunden achtjährigen Jungen mit Gewebsflüssigkeit, die er einer Pustel von einer mit Kuhpocken infizierten Milchmagd entnommen hatte. Nachdem der Junge den leichten Verlauf der Kuhpocken überstanden hatte, infizierte ihn Jenner mit den echten Pocken. Auch diese Infektion überstand der Junge ohne schwerwiegende Symptome. Im Vergleich zur Variolation bot Jenners Verfahren einige entscheidende Vorteile: Die mit Kuhpocken geimpften Personen wiesen nicht die für Pocken typischen Pusteln und die daraus resultierenden Narben auf, es gab keinen tödlichen Verlauf der Impfung und die geimpften Personen stellten selbst kein Ansteckungsrisiko dar. Edward Jenner gilt deshalb heute als Begründer der Immunologie. Da der Impfstoff von Kühen stammte, nannte Jenner seinen Impfstoff Vaccine (lat. vacca „Kuh“) und die Technik der künstlichen Immunisierung „Vaccination“ (lat. vaccinus „von Kühen stammend“). Diese erste moderne Art der Impfung gegen die Menschenpocken wurde rasch in Europa aufgegriffen, die Ursache der Infektionskrankheiten war damals jedoch nach wie vor unbekannt.

Vaccination = Impfung mit dem Vaccina-Virus (Kuhpocken) = Lebendimpfung

Der Begriff Vaccination/Vakzination hat sich mittlerweile für alle Impfungen eingebürgert.

Vakzine = Impfstoffe im Allgemeinen

Louis Pasteur formulierte 1864 die Keimtheorie und entwickelte gemeinsam mit Émile Roux Ende der 80iger Jahre einen Impfstoff gegen Tollwut. Am 6. Juli 1885 impfte er den neunjährigen Joseph Meister, der zwei Tage zuvor von einem tollwütigen Hund gebissen worden war, mit seinem neu entwickelten Tollwut-Impfstoff. Joseph Meister wurde damit anscheinend der erste Mensch in der Geschichte der Medizin, der eine Tollwutinfektion überlebte (aber war er infiziert???). Innerhalb eines Jahres wurde diese Impfung bei 350 weiteren infizierten Personen angewendet (von denen keiner an Tollwut starb, vielleicht aber auch tatsächlich nicht infiziert war). Bereits drei Jahre vorher entdeckte Robert Koch den Erreger der Tuberkulose und kurze Zeit später die Tuberkulin-Reaktion, die auf der Basis der Immunantwort den Nachweis einer Tuberkulose-Infektion ermöglichte. Robert Koch erbrachte 1876 den Nachweis der Krankheitserreger von Milzbrand (Bacillus anthracis) und 1881 den Nachweis des Tuberkulose-Bakteriums (Mycobacterium tuberculosis). Diese Entdeckung gilt als der endgültige Beweis der Existenz bakterieller Krankheitserreger.
1888 entdeckten Roux und Yersin das Diphtherie-Toxin. Zwei Jahre später konnten von Behring und Shibasaburo Kitasato sogenannte Antitoxine im Serum von Patienten nachweisen, welche die Diphtherie überstanden hatten. Von Behring begann auch damit, Antiseren zur Behandlung von Diphtherie einzusetzen (1980) und führte damit die passive Immunisierung ein. Er erhielt für seine Forschungsergebnisse den 1901 erstmals verliehenen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
Der belgische Bakteriologe Bordet entdeckte 1898, dass eine Erhitzung des Serums auf 55 Grad Celsius zwar kaum Auswirkungen auf die Eigenschaft des Serums hatte, an bestimmte chemische Stoffe zu binden, die bakterienzerstörende Wirkung des Serums ging jedoch verloren. Er postulierte aufgrund dieser Entdeckung die Existenz einer hitzeempfindlichen Komponente im Serum, die für die Wirkung des Serums auf Bakterien notwendig war, und nannte diese Komponente „Alexin“. Paul Ehrlich beschäftigte sich in den folgenden Jahren mit der Untersuchung dieser Komponente und führte den noch heute verwendeten Begriff „Komplement“ ein.
Mit der Entwicklung von Impfstoffen begannen ab dem Ende des 19. Jahrhunderts die ersten nationalen Impfprogramme. Allerdings kam es durch Verunreinigungen in den frühen Impfstoffen auch zu Unfällen wie dem Lübecker Impfunglück im Jahr 1930, bei dem 77 Kinder infolge eines kontaminierten Impfstoffes starben.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden systematisch zahlreiche weitere Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten von Mensch und Tier entwickelt.

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