Klassische Miasmatik

Klassische Miasmatik

nach Hahnemann, Bönninghausen, Kent, Allen, Burnett, Laborde

Was ist der Hintergrund von Hahnemanns Psoratheorie? Wie hat sich die Miasmatik ausgehend von der Psoratheorie weiterentwickelt? Von wem wurden wann und aufgrund welcher Erkenntnisse das Impfmiasma, die Arzneikrankheit und die Tuberkulinie in das Miasmenspektrum aufgenommen? Seit wann weiß man, dass Krankheitsveranlagungen nicht nur erworben, sondern auch vererbt werden und welche Konsequenzen hat das Wissen um die Miasmen für unser Krankheitsverständnisse und die Behandlung? Wie sind die alten Meister bei der Behandlung der Miasmen vorgegangen, welche Strategien haben sie verfolgt? Sind die Erkenntnisse der alten Meister auch heute noch gültig? Wie steht die Miasmatik vor den aktuellen Forschungsergebnisse von Genetik und Epigenetik da? Das sind die Fragen, auf die wir Antworten finden werden.

Skript 40 Seiten, Tests mit 44 Kontrollfragen
Kursdauer 1 Woche, anzurechnende Stunden 12

Das Inhaltsverzeichnis des Skriptes

Vorwort
1. Die Klassiker im Überblick
1.1. So fing alles an: Hahnemann’s Psora-/Miasmentheorie
1.1.1 Das Miasma als energetische Ansteckung
1.1.2. Miasmen als Ursache chronischer Krankheit
1.1.3. Akute und chronische Miasmen
1.1.4. Drei chronische Miasmen – drei Heilmittel
1.1.5. Die Namensgeber für die Miasmen
1.1.6. Identifizierung und Heilmittel der chronischen Miasmen
1.1.7. Hahnemanns Anweisungen für die Therapie
1.1.8. Hahnemanns Theorie im Kontext neuerer Erkenntnisse
1.2. Bönninghausen
1.3. Kent
1.4. Allen
1.5. Burnett
1.5.1 Vakzinose
1.5.2. Einseitige Krankheiten
1.6. Foubister
1.7. Vithoulkas
1.7.1. Miasmendefinition
1.7.2. Miasmatische Schichten
1.7.3. Kegelmodell der Seins-Ebenen
1.7.4. Hierarchie der Organsysteme und Organe
1.8. Laborde
2. Überblick über die Miasmen und Erwerb/Übertragung
3. Zur Dynamik gleichzeitig vorliegende Miasmen
4. Die Miasmen in den Repertorien
4.1. Miasmatische Zuordnung der Mittel
4.2. Bestimmung des Miasmas
5. Die klassische Miasmatik heute und ihre Bedeutung für die Tiertherapie

Leseprobe: Drei chronische Miasmen – drei Heilmittel

Hahnemann unterscheidet 3 chronische Miasmen, auf die er alle Erscheinungsformen von Krankheit zurückführt.

1 chronisches Miasma – 1 Heilmittel, das war Hahnemanns Ideal. Daraus ergeben sich natürlich recht schematische  Anweisungen zur Behandlung. Anscheinend ist es ganz einfach: Man identifiziert das wirkende Miasma, wählt das entsprechende Mittel und heilt den Patienten von diesem Miasma. Für individuelle Variationen bleibt da kein Raum. Hahnemann sah sich aber gezwungen, von diesem Ideal abzuweichen und korrigierte seine Anweisungen dahingehend, dass das nur für die REINEN Miasmen gilt (die es kaum gibt). Ein Miasma, das durch Hinzutreten eines anderen Miasmas oder durch vorangegangene Behandlungen verändert (er spricht von „kompliziert“ wird), ist nicht mehr „rein“. Das chronische Miasma verändert sich vielfältig und damit reicht ein Mittel zur Behandlung dieses Miasmas nicht mehr aus. Vor allem bei der Psora sah er viele „komplizierte“ Varianten die nicht mehr mit Sulfur alleine geheilt werden können. Womit uns wieder die Qual der Wahl bleibt. Die Idee des „EINEN“ Mittels, das den Patienten von allen Leiden der Gegenwart befreien und alle Leiden der Zukunft verhindern soll, erscheint angesichts dieser Erkenntnisse Hahnemanns vollkommen irrig.

In Fällen unkomplizierte Psora hat Hahnemann Sulfur gegeben, hat es sogar für die eugenische Kur der Schwangeren eingesetzt. Das gilt aber NUR für Sulfur und nur für die Psora!

In der Anmerkung zu § 284 des Organons schreibt Hahnemann: „Da den meisten Säuglingen die Psora durch die Milch der Ammen mitgetheilt zu werden pflegt, wenn sie dieselbe nicht schon durch Erbschaft von der Mutter besitzen … Doch ist die Besorgung der Mütter, in ihrer ersten Schwangerschaft durch eine gelinde antipsorische Kur, vorzüglich mittelst der in dieser Ausgabe (§ 270) beschriebenen neuen Dynymisationen des Schwefels unentbehrlich, um die fast stets bei ihnen vorhandene, schon durch Erbschaft ihnen mitgetheilte Psora, Erzeugerin der meisten chronischen Krankheiten, in ihnen und in ihrer Leibesfrucht zu vertilgen, damit ihre Nachkommenschaft im voraus dagegen geschützt sei. Dies ist so wahr, daß die Kinder so behandelter Schwangern gemeiniglich weit gesunder und kräftiger auf die Welt kommen, so daß jedermann darüber erstaunt. Eine neue Bestätigung der großen Wahrheit der von mir aufgefundenen Psora-Theorie.“

Die Übertragung erfolgt bei der Psora schon durch leichtesten Hautkontakt, bei den Miasmen Sykose und Syphilis durch Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr.

  • Die Psora ist das älteste und ansteckendste Miasma. Als nächstes Miasma identifizierte Hahnemann die Syphilis, dann die Sykose.
  • Die Psora ist eine nicht-venerische chronische Krankheit/Miasma, also nicht übertragbar durch Geschlechtsverkehr. Sykose und Syphilis sind venerische (durch Geschlechtsverkehr übertragbare) Krankheiten/Miasmen.
  • Die meisten chronischen Leiden lassen sich auf die Psora zurückführen.

Hier sei der Hinweis eingefügt, dass nach heutigem Dafürhalten eine Übertragung des Miasmas durch die Verwendung von Kondomen NICHT verhindert werden kann. Was angesichts der Tatsache, dass die miasmatische Infektion immateriell, energetisch sein soll, auch nicht verwundert.

Fassen wir zusammen: Wir unterscheiden nach  Hahnemann also

akutes Miasma = akute Krankheit der Lebenskraft: Infektionskrankheiten, davon gibt es unzählige

chronisches Miasma = chronische Krankheit der Lebenskraft; da unterscheidet er drei: Psora, Sykosis und Syphilis. 3 Kräfte, die die Lebenskraft – nachdem sie sie infiziert haben – in unterschiedlicher Weise verzerren und sich in chronischen Krankheiten manifestieren.

Für Hahnemann war akutes wie chronisches Miasma immateriell und hoch ansteckend. Die Unterscheidung fand allein statt anhand des Verlaufs: akut – selbstheilend, chronisch – destruktiv fortschreitend bis zum Tod. Die chronischen Miasmen  heilen nicht aus, sondern zeigen einen fortschreitend  bösartigen, chronischen Charakter. Dass es auch erregerabhängige Infektionen gab, war damals unbekannt.

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