Homöopathie vs. Schulmedizin

Pro oder contra Homöopathie und Schulmedizin

Viele Tierbesitzer oder Kranke werden schief angesehen oder sehen sich Anfechtungen ausgesetzt, wenn sie es mit der Homöopathie als Heilverfahren versuchen wollen.  Anhängern der Schulmedizin wird von eingefleischte Homöopathie-Anhängern vorgeworfen, dass sie die Kranken noch kränker machen.Was ist dran an den Argumentationen für oder gegen Homöopathie oder Schulmedizin?

Argument 1 – vermeintlich gegen die Homöopathie: ist doch alles nur Plazebowirkung.

Die Betonung liegt auf WIRKUNG. Ziel erreicht, dem Patienten geht es besser. Die Wahrnehmung entscheidet – wie immer – über die Wirkung. Ist eine Plazebowirkung per se schlecht? Mangels Nebenwirkungen wird zumindest kein Kollateralschaden angerichtet

Argument 2 – vermeintlich für die Schulmedizin: Schulmedizin ist wirksamer bzw. die einzig wirksame Therapieform und es könnte durch versäumte schulmedizinische Behandlung u.U. zu dramatischer Verschlechterung mit Todesfolge kommen

Das geht von der Annahme aus, das die Schulmedizin in jedem Fall in der gewünschten Weise wirksam ist und jedes kranke Individuum Zugang zu entsprechender Therapie hat. Aber: es werden Medikamente verschrieben, deren Wirkung im Einzelfall umstritten bis zweifelhaft ist oder die sogar erwiesenermaßen unwirksam sind – einfach um etwas zu tun. Wenn schon keine Wirkung dann doch wenigstens Nebenwirkungen. Außerdem wird das Recht des Patienten/Patientenbesitzer auf eine freie Entscheidung vernachlässigt. Wird eine schulmedizinische Therapie aus irgendwelchen Gründen abgelehnt, sei es aus schlechter Erfahrung, aus weltanschaulichen Gründen oder weil ein schulmedizinisches Medikament nicht vertragen wird oder die Nebenwirkungen in keinem Verhältnis zur positiven Wirkung stehen, dann ist die Homöopathie nicht die Alterantive zur Schulmedizin sondern zum Aufgeben und Laufenlassen und steht damit keiner wirksameren Therapie im Wege. Hat der Patient keinen Zugang zu schulmedizinischen Maßnahmen (wie zum Beispiel in Indien) gibt es wohl kein Argument gegen den Versuch mit der Homöopathie.

Argument 3  – diesmal vermeintlich für die Wirksamkeit der Homöopathie: Plazeboeffekt bei Tieren gibt es nicht

Geht es einem Tier nach homöopathischer Behandlung bessser, MUSS die Homöopathie gewirkt haben. Falsche Schlussfolgerung. Die Erwartungshaltung des Halters entscheidet über seine Wahrnehmung von Verbesserung/Verschlechterung/Veränderung. Aufmerksamkeit und Fürsorge seitens des Besitzers führen dazu, dass Bedürfnisse des Tieres eher  wahrgenommen und erfüllt werden und bessern so das Befinden – vollkommen unabhängig davon, ob eine Kerze angezündet wird, gebarft oder gefastet wird, ein pharmakologisch wirksames oder unwirksames Medikament verabreicht wird. Das schlägt sich sogar in den Laborbefunden nieder.