Repertorisation mit Kalkulationstabelle

Repertorisieren mit Hilfe einer Kalkulationstabelle

Um allen Mißverständnissen vorzubeugen: unter Repertorisation ist hier ausschließlich die mathematische Auswertung des Repertorisationsbogens zu verstehen. Wer keine Homöopathie-Software sein Eigen nennt, kennt das Problem der handschriftlichen Auswertung des Papierbogens: viel Schreiberei, viele Korrekturen, viel Rechnerei und am Ende sieht es alles andere als ordentlich aus. Und eigentlich wüßte man auch noch gerne, wie es denn aussähe, würde man ein Symptom anders gewichten oder gar ganz weglassen.

Kalkulationstabelle statt Kopfrechnen

Eine gute Alternative zur Repertorisation auf dem Papier bietet eine Kalkulationstabelle auf dem PC, die einem die Rechnerei abnimmt und im Ergebnis leicht lesbare und übersichtliche Repertorisationen liefert, die man auch noch platzsparend ablegen kann. Wozu  gibt es schließlich in office-Programmen diese Kalkulationstabellen (z.B. microsoft office excel, openoffice calc).

Nicht jeder kann und will sich eine Kalkulationstabelle selbst erstellen. Ich war schon drauf und dran, für diesen Beitrag eine Tabelle zu basteln, habe mich aber vorher im Inet auf die Suche begeben. Schließlich muss das Rad nicht mehrfach erfunden werden. Vielleicht hatte sogar schon jemand die Idee, eine Tabelle kostenlos zur Verfügung zu stellen. Hier das Ergebnis meiner Recherche:

Homöopathie-Software

Eine Software, die die Wertigkeiten der Mittel einer ausgewählten Rubrik automatisch in die Repertorisation übernimmt und dann auf Wunsch auf die eine oder andere Art und Weise eine Rangfolge berechnet, ist natürlich ein Traum. Alles wunderbar übersichtlich und leicht lesbar, gut zu dokumentieren und vor allem: SCHNELL. Die Anschaffung einer solchen (teuren) Software lohnt sich aber nicht für jeden. Ausserdem muss man sich an die vorgegebenen Repertorien halten und lernt wenig bis nichts dabei über das verwendete Repertorium.

Die freien Software-Angebote im Netz sind sehr begrenzt in den Möglichkeiten, funktionieren aber entsprechend. Sie bieten sich für diejenigen an, die kein Repertorium besitzen, da die Symptome zur Repertorisation aus dem Online-Repertorium übernommen werden.   Symptome frei eintragen geht nicht. Siehe dazu auch diesen Beitrag: Repertorisieren am PC online und opensource

Synthesis, Ausgabe 2009

Zum Repertorium Synthesis, Ausgabe 2009, gibt es als Beilage eine CD, die die Symptomensuche erleichtert (man muss dann nur noch im Buch an betreffender Stelle nachschlagen) und die darüber hinaus eine excelKalkulationstabelle enthält, die das handschriftiche Arbeiten mit einem Papier-Repertorisationsbogen ersetzt und die mathematische Auswertung nach Eintragen der Wertigkeiten übernimmt.

Hier haben wir die Kombination Buch  und PC-Kalkulationstabelle

Durch die vielen Ergänzungen der neuen Ausgabe 2014 stimmen die Seitenangaben für das Repertorium auf der CD nicht mehr (was der Tabellenfunktion keinerlei Abbruch tut), man legt sie der neuen Ausgabe nicht  mehr bei.

Kalkulationstabelle pur

Wesentlich freier in der Repertoriumswahl und in der Art und Weise der rechnerischen Auswertung ist man mit einer Kalkulationstabelle, die man bestenfalls an die eigenen Wünsche anpassen kann, was aber – wie gesagt – nicht jeder kann oder will.

Auf einer privater Homepage (http://www.uwe-alfer.de/privat/privat_hom030.html)  habe ich ein sehr interessantes Angebot – ebenfalls auf der Basis von excel –  gefunden: homgrid.xsl

Es handelt sich um eine excel-Tabelle mit Makros, in die man die ausgewählten Symptome und die Wertigkeiten der möglichen Mittel einträgt. Viele Mittel sind vorgegeben, der Auswertungsmodus auch (Anzahl der Symptome, Summe der Wertigkeiten…). Kann aber alles erweitert werden. Auf der Homepage gibt es neben dem Download eine ausführliche Bedienungsanleitung mit ScreenShot.

Durch die Möglichkeit des Scrollens durch die Mittelliste wird die Eintragung der Wertigkeiten sehr erleichtert. Und am Ende der Eintragungsmühen erhält man dann auf einen Klick die Liste der Mittel sortiert nach Treffern bzw. Rang entsprechend der Art der Auswertung – ganz so wie bei den Profi-Programmen.

Bei Fragen zur Tabelle bitte an den Urheben wenden! Der Download erfolgt auf eigenes Risiko.

Eine Kalkulationstabelle spart viel Zeit (die man besser für das Studium der Materia Medica aufwendet), schafft übersichtliche und gut lesbare Repertorisationen  und spart viel Papier und Ablage.